56. Kompositionspreis 2011

Der 56. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart ging an den Essener Komponisten Gordon Kampe für sein Werk "Gassenhauermaschinensuite" (2009) und an die in Paris und Berlin lebende Komponistin Clara Maïda für ihr Werk "Shel(l)ter - seither... () ...Splitter & Shel(l)ter... - hinter... () ...Eiter" für elf verstärkte Instrumente (2010).

Die Laudatio hielt die Musikwissenschaftlerin und Musikjournalistin Dr. Eleonore Büning.

Die Wiedergabe der ausgezeichneten Stücke ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich.

Die SWR-Sendung vom 15. Februar kann bis eine Woche nach der Ausstrahlung auf der Homepage des SWR heruntergeladen werden. Kampe und Maïda erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro und die Garantie, dass die ausgezeichneten Werke aufgeführt werden. Dieses Preisträgerkonzert mit dem Ensemble oenm (Österreichisches Ensemble für Neue Musik) sowie die Übergabe der Urkunden erfolgten im Rahmen des Festivals Neue Musik Stuttgart Eclat am 9. Februar 2012 im Konzertsaal der Stuttgarer Musikhochschule.

Um den 56. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2011 hatten sich 19 Komponistinnen und 62 Komponisten mit insgesamt 154 Werken beworben.

Die Leiterin des Kulturamts Stuttgart und Vorsitzende der Jury, Susanne Laugwitz-Aulbach, übergab die Preise.

56. Kompositionspreis - Ensemble oenm, Dirigent Titus EngelVergrößern
Ensemble oenm, Dirigent Titus Engel. Foto: Kulturamt
56. Kompositionspreis - Laudatorin Eleonore BüningVergrößern
Die Laudatorin Dr. Eleonore Büning. Foto: Kulturamt

Clara Maïda

Clara Maïda, geboren am 2. Januar 1963, studierte Komposition und Psychologie in Marseille und Nizza, besuchte Informatik-Kurse am IRCAM/Paris und an den Konservatorien in Marseille und Nanterre sowie Kurse zur Klassischen Indischen Musik in Indien. Sie besuchte Meisterkurse und Kompositionskurse im Acanthes Centre und am CNSMDP (Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris) bei Helmut Lachenmann, Philippe Manoury, Tristan Murail, Gérard Grisey und Marco Stroppa.
Maïda erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis (2008), eine Anerkennung beim Earplay Donald Aird Prize (San Francisco 2008), Stipendien der Akademie der Künste Berlin (2007 und 2008), einen zweiten Preis beim Salvatore Martirano Memorial Composition Award (University of Illinois School of Music 2003) und den Pädagogischen SACEM Preis (Paris 1996).
Sie war Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und erhielt unter anderem Kompositionsaufträge von den Donaueschinger Musiktagen, vom Französischen Kulturministerium, den Ensembles L'Itinéraire, Accroche Note und Proxima Centauri, vom französischem SACEM, vom DAAD und der Akademie der Künste Berlin, vom Lyon National Orchestra und dem GMEM (Centre National de Création Musicale), Marseille. Ihre Musik wurde von Rundfunkanstalten in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz ausgestrahlt. Clara Maïda lebt in Paris und Berlin.

56. Kompositionspreis - Übergabe der Urkunde an Clara MaïdaVergrößern
Die Kulturamtsleiterin Susanne Laugwitz-Aulbach übergibt die Urkunde an Clara Maïda. Foto: Kulturamt
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Clara Maïda. Foto: Douglas Henderson

Gordon Kampe

Gordon Kampe, geboren am 10. September 1976 in Herne, studierte nach einer Ausbildung zum Elektroinstallateur von 1998 bis 2003 Komposition bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber sowie Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Er wurde unter anderem mit dem Folkwangpreis (2003), dem Franz-Liszt-Förderpreis (2006), dem Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse (2000 und 2004) sowie 2007 erstmals dem Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet. Außerdem erhielt er Stipendien der Konrad-Adenauer-Stiftung (1999-2003), der Berliner Akademie der Künste (2004) sowie Arbeitsstipendien für die Cité des Arts Paris (2007) und den Künstlerhof Schreyahn (2008). Kampe ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste und unterrichtet Komposition und Analyse der an der Fachhochschule in Osnabrück. Er ist zudem Kirchenmusiker in Herne. 2008 hat er mit einer Arbeit über Märchenopern im 20. Jahrhundert promoviert.

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Die Kulturamtsleiterin Susanne Laugwitz-Aulbach übergibt die Urkunde an Gordon Kampe. Foto: Kulturamt
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Gordon Kampe. Foto: privat