Stadtinternes Contracting

Der finanzielle Engpass verhindert oft, dass sinnvolle und notwendige Investitionen zum Energiesparen kurzfristig durchgeführt werden. Für die Finanzierung derartiger Maßnahmen wurde in Stuttgart 1995 gemeinsam mit der Stadtkämmerei das Modell des stadtinternen Contractings entwickelt und seither erfolgreich betrieben.

Stadtinternes Contracting bedeutet, dass das Amt für Umweltschutz wirtschaftliche Investitionen zur Energie- und Wassereinsparung vorfinanziert und die erzielten Einsparungen so lange an das Amt zurückfließen, bis die jeweilige Investition abbezahlt ist. Das Amt für Umweltschutz gewährt also ein zweckgebundenes, zinsloses Darlehen an das Fachamt. Zuschläge für Wagnis und Gewinn sowie für die Verzinsung des eingesetzten Kapitals fallen nicht an.

Investitionen in der Höhe von wenigen Tausend Euro sind so kurzfristig möglich. Um die prognostizierte Energieeinsparung aber tatsächlich ereichen zu können, ist eine sorgfältige Analyse der möglichen Energieeinsparung sowie eine wirtschaftliche Bewertung der Investitionskosten erforderlich.

Über 300 Einzelprojekte sind bereits realisiert. Die Größenordnungen der Projekte reichen von wenigen 1.000 Euro bei Beleuchtungserneurungen oder Verbesserungen der Regeltechnik bis zu mehreren 100.000 Euro zur Dämmung von Dächern oder zum Bau von Holzheizungen oder Blockheizkraftwerken. Die durchschnittliche Kapitalrückflusszeit der vom Amt für Umweltschutz eingesetzten Finanzmittel liegt bei sieben Jahren.

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Schema des stadtinternen Contractings. Grafik: Stadt Stuttgart
 
 

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