Energiekonzept Burgholzhof und Brenzstraße

Nach Abzug der amerikanischen Streitkräfte 1993 konnte die Stadt die ehemaligen Militärstützpunkte Burgholzhof und US-Hospital erwerben und dem Wohnbau zuführen. 1999 wurden insgesamt ca. 1500 Wohnungen fertig gestellt.

Bei den Baugebieten bestand die Idee, nicht nur den Wärmebedarf durch verbesserten baulichen Wärmeschutz zu minimieren, sondern auch den Einsatz konventioneller Energieträger für die Versorgung zu senken. Dazu wurde zum Einen mit den Bauträgern über die Kaufverträge vereinbart, nur Gebäude zu errichten, deren Heizwärmebedarf die Anforderungen der Wärmeschutz-Verordnung 1995 um mindestens 30 % unterschreitet. Zum Anderen wurde der Anschluss an ein Nahwärmenetz vertraglich fixiert.

Das Nahwärmenetz im Burgholzhof dient zur Wärmeversorgung. Es wurde von den damaligen Neckarwerken Stuttgart errichtet und wird heute durch die EnBW betrieben. In der Heizzentrale übernahmen die Gasbrennwertkessel die Grundversorgung. Fester Bestandteil ist eine Solaranlage mit 90 m² Kollektorfläche und ein Pufferspeicher mit einem Fassungsvolumen von 110 m³. Die Solaranlage kann im Jahresdurchschnitt ca. 40 % bis 50 % des Wärmebedarfs für die Brauchwarmwasserbereitung bereitstellen.

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Burgholzhof - attraktive Wohnungen mit zukunftsweisendem Energiekonzept. Foto: Stadt Stuttgart
 
 

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