Modellhafte Sanierung einer Schule (MOSES)

Im Forschungsvorhaben MOSES wurde an einem typischen Schulgebäude gezeigt, welche Möglichkeiten eine zeitgleiche Sanierung von Gebäudehülle und Anlagentechnik bietet. Das Demonstrationsobjekt war die Grund- und Hauptschule in Stuttgart-Plieningen mit drei Bauabschnitten aus den 30er, 50er und 70er Jahren. Der Ausgangszustand entsprach den Anforderungen der Erstellungsjahre mit erheblichen Bauschäden. Erklärtes Ziel des Vorhabens war die Reduzierung des Wärmevervrauchs um 75 %.

1997 wurden die Außenwände, die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke gedämmt. Die Turnhalle bekam zum Erhalt des äußeren Erscheinungsbilds eine Innendämmung. Die Klassenzimmer erhielten einen neuen Anstrich und neue Beleuchtungssysteme. Die neue Heizungsanlage wurde als Brennwert- und Niedertemperaturkessel ausgeführt. Im Anschluss an die Sanierung erfolgte über zwei Heizperioden die Kontrolle und Optimierung des Betriebs der Heizanlage sowie der Beleuchtungs- und Jalousiesteuerung.

Nach Abschluss der sanierung 1998 fiel der Wärmebedarf pro Jahr und Quadratmeter dauerhaft von ursprünglich 220 kWh/m²a auf 50 kWh/m²a.

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie förderte das Projekt mit 0,95 Mio Euro (Förderkennzeichen: 0328622C). Elf Industriepartner unterstützten das Projekt mit Materialspenden in Höhe von 0,35 Mio Euro.

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Sanierte Schule mit Photovoltaikdach. Foto: Stadt Stuttgart
 
 

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