Plieningen - Einwohnerversammlung

Von Stau bis Sanierung

Die Einwohner Plieningens waren am 26. September 2011 zur Bürgerversammlung eingeladen. Ein Hauptthema war die neu sanierte Ortsmitte. Es wurde viel Lob ausgesprochen, gab aber auch Verbesserungsvorschläge.

So beschwerten sich mehrere Bürger bei der Versammlung über die Anzahl und die Taktung der neuen Signalanlagen an der Durchfahrtstraße. Für die Sanierung von Plieningens Ortsmitte gab es aber jede Menge Lob.

Luftaufnahme Stadtbezirk PlieningenDas Zentrum von Plieningen wird aus der Luft geprägt vom Turm der Martinskirche. Im Hintergrund rechts liegt das Gewerbegebiet Dreifelderstraße und das Wohngebiet Kellenberg, links das Schloss Hohenheim mit einem Teil des Botanischen Gartens. Foto: Ute Schmidt-Contag/LHS

Attraktivere Innenstadt

Derzeit ist schon vor dem Ortsschild sichtbar, dass sich im Stadtbezirk etwas tut. "Durchfahrt erschwert" ist zu lesen. Seit einem Jahr werden die Durchfahrtsstraßen in Plieningen saniert. Die Stadtspitze erklärte, dass sie mit breiteren Gehwegen, mehr Fußgängerampeln und mehr Parkplätzen die Innenstadt attraktiver für die Bürger machen möchte, schließlich habe sie ein Interesse daran, dass die Kaufkraft in der Ortsmitte erhalten bleibe.

Problem mit den neuen Ampeln

Nun empfanden die Plieninger aber gerade die neu gebauten Signalanlagen als störend. Über Stau morgens, mittags und abends beklagte sich zum Beispiel ein Bürger, der in der Ortsmitte ein Geschäft betreibt. Für ihn bedeute jeder Stau weniger Kunden. Die Erklärung kam von der Bezirksverwaltung. Sie begründete dies mit Bauarbeiten. Erst seit wenigen Tagen seien Straßenarbeiten und die Verlegung der Schleifen für die Ampeln beendet. Diese liefen gerade noch nach festen Regeln, nicht nach Bedarf. Deswegen leuchte oft das rote Licht, ohne dass jemand am Straßenrand stehe. Mit der Schaltung nach Anforderung könne erst Ende der Woche begonnen werden.

Von Kita bis Radweg wurde alles diskutiert

Die Frage nach einer Teilung der neuen breiten Gehwege in Fuß- und Fahrradstreifen erteilte die Stadtspitze eine Absage. Durch die niedrigen Geschwindigkeiten hätten Radfahrer kein Problem, auf der Straße mitfahren zu können. Daneben beklagte eine Anwohnerin die intensive Nutzung einer "Anlieger frei"-Straße seit den Bauarbeiten. Darüber hinaus war den Bürgern die Einführung des mittleren Bildungsabschlusses als weitere schulische Qualifikationsmöglichkeit im Bezirk wichtig. Zudem solle die Stadt ihren Einfluss beim Land nutzen, um die Sanierung der Scharnhauser Straße voranzutreiben.

Zum Ende der Versammlung brachte die Stadtspitze noch das Thema Kinderbetreuung zur Sprache. In Plieningen würden noch etwa 80 Betreuungsplätze für Kleinkinder fehlen, die zwar schon beschlossen wurden, aber erst noch eingerichtet werden müssten.

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