Projektförderung Bildende Kunst - Medienkunst 2009

Eine Reihe neuer Initiativen und Projekträume mit unterschiedlichem konzeptinellem Profil bereichert den Stuttgarter Kunstbetrieb. Ihre engagierten und hochwertigen Programme beleben die Stuttgarter Kunstszene; zudem erfuhren sie überregionale, teilweise sogar internationale Resonanz. Unabhängig von den etablierten Instutionen und den kommerziellen Galerien entstand ein Experimentierfeld für den Kuratorennachwuchs und für ambitionierte junge Künstlerinnen und Künstler.

Atelierhaus Nordbahnhofstraße 45 e.V. / Galerie opNord - 2 Ausstellungen

  • Ausstellung "Young swampy Formalism"
Bei der Ausstellung "Young swampy Formalism" waren Künstlerinnen und Künstler aus Stuttgart und Hamburg, Großbritannien, Dänemark und der Schweiz beteiligt waren. Sie verbindet die Auseeinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen Konzeptidee und Arbeitsprozess. 
  • Ausstellung "Die Schwestern der rauschenden Farben und die Brüder des kühlen Lichts"
In dieser Ausstellung präsentierten sechs junge Künstler, die sich kurz vor oder kurz nach dem Studienabschluss befanden, ihre Werke.
In der Passage zwischen Marien- und Tübingerstraße entstand 2010 ein temporäres Künstlerquartier. Die offene Plattform des Utopia Parkways bot Künstlern verschiedenster Disziplinen einen künstlerischen Arbeits- und Präsentationsraum. Mehr als hundert Künstler und Künstlergruppen erarbeiteten nebeneinander und gemeinsam Projekte.

Camp e.V. - Camp 09

Das Creative Arts and Music Projekt (Camp) ist ein internationales Festival, das durch die Verquickung von Klangkunst und Visual Arts heraussticht. Während des Festivals entwickeln lokale und internationale Künstler Projekte und präsentieren diese zum Abschluss als "work in progress".Das Festival fand 2005 zum ersten Mal in der Wagenhalle am Nordbahnhof statt. In den Jahren 2007 und 2009 stellte der Württembergische Kunstverein Stuttgart seine Räume zu Verfügung.

Dialekt e.V. - 2 Projekte

  • Programm "SELF SERVICE open art space"
SELF SERVICE open art space wurde im Juni 2008 eröffnet. Auf zweiundsiebzig Quadratmetern werden im Rhythmus von vier Wochen unterschiedliche Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, ergänzt durch ein spannendes Rahmenprogramm aus Vorträgen, Filmabenden und Diskussionsrunden. Die Auswahl der Künstler zeichnete sich durch eine Mischung aus international etablierten und jungen Positionen der aktuellen Gegenwartskunst aus, gemeinsam war ihnen ein entgrenzendes Verständnis von Kunst, in dem diese eine politische und soziale Funktion hat.
  • Projekt "WHITE HEAT"
Das Programm "White heat" zeigt internationale Künstler ebenso wie lokale Ergebnisse aktueller Kunstproduktion. Initiiert vom Kunstverein Dialekt e.V. hat sich ein Teil dieser Einrichtungen und Personen zu einem losen Netzwerk zusammengeschlossen, um durch gemeinsame Aktionen eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Ein erster Höhepunkt der gemeinsamen Bemühungen gipfelte im Ausstellungsprojekt "White Heat".

Der Kunstverein Dialekt e.V. hat im Rahmen von WHITE HEAT in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Stuttgart, Hermes und der Pfau, Katrin Mundt und Jan Löchte im Zeitraum Mai bis September 2009 in einem leerstehenden Bürogebäude in der Stuttgarter Innenstadt insgesamt neunundvierzig Veranstaltungen realisiert.

Self Service Open Art SpaceVergrößern
Self Service Open Art Space. Foto: Dialekt e.V.

Interventionsraum - 2 Projekte

  • Festival S'Block
Der Name des Festivals wurd inspiriert von der Umbenennung des Marienstraßenareals in Quartier S. Das Ziel war eine künstlerische Belebung der Ende 2009 abgerissenen Marienpassage. Das Programm umfassste sowohl Videokunst und Performances als auch Musiktheater und experimentelle Musik.
  • EXP.
EXP. ist eine Reihe von Gruppenausstellungen, Enzelpräsentationen, künstlerischen Intterventionen im öffentlichen Raum und interdisziplinären Veranstaltungen. Insgesamt realisierte der Interventionsraum e. V. im Jahr 2009 insgesamt vierzehn Projekte, darunter zehn Ausstellungen, zwei Konzerte, eine Hörspielvorstellung und ein Festival für Performance.

InterventionsraumVergrößern
Interventionsraum. Foto: Interventionsraum

Hermes und der Pfau - Diverse Ausstellungen

Seit 2007 zeigt Hermes und der Pfau Einzel- und Gruppenausstellungen mit internationalen jungen Künstlern und realisiert verschiedene Projekte mit eingeladenen Gastkuratoren und befreundeten Kunstinstitutionen wie dem Künstlerhaus Stuttgart oder dem Stuttgarter Projektraum Self Service. Mit einem inhaltlichen Schwerpunkt auf neuen konzeptuellen und minimalistischen Positionen trägt Hermes und der Pfau dazu beiden Blick einer an junger Kunst interessierten überregionalen Öffentlichkeit auf die lokale Szene in Stuttgart zu lenken.

Hermes und der PfauVergrößern
Hermes und der Pfau. Foto: Hermes und der Pfau.

Internationale Bachakademie - Projekt "Licht" im Rahmen des Musikfests Stuttgart

Aus dem Europäischen Musikfest der Bachakademie ist das Musikfest Stuttgart geworden. Im Jahr 2009 stand es unter dem Thema "Licht".
Eine Umsetzung dieses Themas fand sich auf der Fassade des Kunstmuseums Stuttgart: In großen farbigen Lettern wurde das Wort "Licht" an die Wand projiziert und war so sowohl selbst Kunstwerk als auch Symbol für das vielfältige Programm des Musikfests Stuttgart.

Jon shit / Hafenschlammrekords - Projekt " Schallbladd - Sagen aus Schwaben"

Auf der bei dem Stuttgarter Label Hafenschlammrekords erschienenen CD sind unterschiedlichste Künstler aus der Region zu hören. Im Kollektiv wurden schwäbische Sagen auf interessante und einfallsreiche Art und Weise vertont.

Kunstverein Gästezimmer e.V. - Ausstellung "Etage"

Das Stuttgarter Künstlerduo Etage - Daniela Dietmann und Stefan Bombaci - hat in den Neunziger Jahren an der Stuttgarter Kunstakademie studiert und ist seither im Ausstellungsbetrieb tätig. Für die Ausstellung wurde eine leerstehende Wohnung in der Hölderlinstraße angemietet, auf die das Ausstellungskonzept konzipiert wurde.

Kunstverein Wagenhallen e.V. - Kunst.Wagen.Hallen

Das Projekt Kunst.Wagen.Hallen war ein Tag des offenen Ateliers, bei dem 43 Künstler ihre Arbeiten zeigten. Begleitet wurden diese von Live-Music-Acts, Tango-Shows und Performances.

Wagenhallen - InnenansichtVergrößern
Wagenhallen - Innenansicht. Foto: Wagenhallen e.V.

Kunst vor Ort - 57. Kunstausstellung

Die Kunstausstellung mit Auktion der Maler und Bildhauer wurde von Prof. Hans K. Schlegel organisiert und fand im Obertürkheimer Bezirksrathaus statt.

Pepper and Salt - Kunstprojekt Klett-Passage

Die Abgänge zur Stadtbahn in der Klett-Passage werden bereits seit Ende 2007 mit Kunst bespielt. Gezeigt werden unter anderem Plastiken, Skulpturen, Installationen und Videos. Jedes halbe Jahr sollen neue Werke gezeigt werden, die speziell für diesen Zweck geschaffen wurden. Die Auswahl über die Ausstellungsstücke trifft ein Kuratorium.

Klett-PassageVergrößern
Klett-Passage. Foto: Pepper and Salt.

Stuttgarter Kunstverein e.V. - Jahresprojekt "wEltkUltUr & EinsAmkEIt"

Der Kunstverein organisiert Ausstellungen, Tagungen, Vorträge und Konzerte. Seinen Schwerpunkt legt er hierbei auf den kulturellen und künstlerischen Austausch mit den Stuttgarter Patnerstädten.

Ulrich Bernhardt / Muse-O - Ausstellung "Max 8 Zyklus Herbst 2009"

Die Ausstellung des Medienkünstlers Ulrich Bernhardt bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil beleuchtete die Person Max Eyth als Ingenieur und Schritfsteller, im Fokus des zweiten Teils stand das lokalgeschichtliche Wirken Eyths. Ulrich Bernhardt gehört zu den Pionieren der Videokunst in Deutschland.

Gablenberg: Altes SchulhausVergrößern
Altes Schulhaus in Gablenberg. Foto: MUSE-O e.V.

Susanne Jakob - Projekt "DISTRIKT OST"

Studierende der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule der Bildenden Künste Saar entwickelten im Stuttgarter Osten Projekte für den dortigen öffentlichen Raum, darunter das Performance Hotel. Es dient als operativer Ausgangspunkt und als Dokumentations- und Reflexionsraum für Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen und Beratungen; außerdem wird gegen eine Performance eine kostenloser Schlafplatz geboten.

District_Ost: Performance Hotel ©Daniel BernVergrößern
District_Ost: Performance Hotel ©Daniel Bern

Tresor - Raum für flüchtige Kunst

Anstelle der Lagerung und Sicherung materieller Werte wird im Tresor ausschließlich flüchtige Kunst präsentiert: zeitbasierte installative und performative Formate, die besonders auf das sinnliche Wahrnehmungserlebnis abzielen und sich auch in Grenzbereiche der Bildenden Kunst vorwagen. Das auf eineinhalb Jahre angelegte Programm sieht Medien-, Klang- und Lichtkunst ebenso vor wie Arbeiten, die Geschmacks- uns Geruchssinn stimulieren.

Tresor - Raum für flüchtige KunstVergrößern
Tresor - Raum für flüchtige Kunst. Foto: Tresor.

Vânia Oliveira, Ulé Barcelos und Laura Braun - Ausstellung "Wo bin ich? / Where am I?"

Die Gruppenausstellung der drei Künstlerinnen befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen Ort und Identität. Alle drei haben einen persönlichen Bezug zu Stuttgart - Vânia Oliveira und Ulé Barcelos sind vor einigen Jahren aus Portugal beziehugnsweise Guinea Bissao nach Stuttgart gezogen, Laura Braun wurde in Stuttgart geboren. Diese unterschiedlichen Verbindungen der Künstlerinnen zu Stuttgart bildeten die Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema Identität. Die Ausstellung wurde von einem Rahmenprogramm, bestehend aus Lesungen und Gesprächsrunden mit der Autorin Ruhsar Aydogan und den Journalisten Hawo und Ulrike Findeisen und einem Filmabend, begleitet.

Zero Arts e.V. - Projekt "Herrenrunde"

In der Projektreihe Herrenrunde wurden Bilder, Potographien, Video-Installationen und verschiedene Objekte gezeigt.Zu den austellenden Künstlern gehörten Jochen Schlöder, Klaus Fabricius, Gero Götze, Alexander Schikowski, Michael Goodward und Jang Young Jung.