Gebäude

Der Gebäudekomplex des neuen Stadtarchivs liegt am Rand des Bad Cannstatter Wohngebiets Veielbrunnen - der früher so genannten Fabrikvorstadt - und bildet einen V-förmigen Grundriss, der sich nach Südosten öffnet. Dort sollen auf der brachliegenden Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs in Zukunft moderne Gewerbeflächen und ein Wohngebiet mit hohen Qualitätsstandards entstehen. Das Stadtarchiv am Bellingweg 21 wird dann den Übergang vom alten in den neuen Stadtteil markieren.

Lagergebäude Großeinkaufsverein Kolonialwarenhändler (Großansicht) (Großansicht) (Großansicht)VergrößernHistorische Ansicht des jetzigen Archivgebäudes. Foto: StadtarchivHistorische Ansicht des jetzigen Archivgebäudes. Foto: Stadtarchiv

Das Stadtarchiv - ein Kulturdenkmal

Der Hauptbau des Komplexes, das ehemalige Kontor und Lagergebäude, wurde 1921 nach Plänen des Stuttgarter Architekten Albert Schieber für den Großeinkaufsverein der Kolonialwarenhändler Württemberg (später EDEKA) errichtet und ist heute - insbesondere aus baugeschichtlichen und bautypologischen Gründen - als Kulturdenkmal eingestuft. Der dreischiffige Eisenskelettbau, dessen Bausubstanz weitgehend erhalten ist, gilt als gutes Beispiel für die durch Theodor Fischer geprägte Stuttgarter Schule in den 1920er-Jahren. Die späteren Lageranbauten und Erweiterungen von 1937 und 1953 sind nicht denkmalgeschützt, bilden heute aber mit dem Hauptbau eine städtebauliche Einheit.

Stadtarchiv Stuttgart Bellingweg 21 (Großansicht)VergrößernAktuelle Ansicht des jetzigen Archivgebäudes. Foto: StadtarchivAktuelle Ansicht des jetzigen Archivgebäudes. Foto: Stadtarchiv

Gebäudegliederung

Im repräsentativen, älteren Bauteil mit seinem markanten halbrunden Turm als ehemaligem Eingangsbereich sind jetzt neben den Büroräumen insbesondere die Nutzungseinheiten untergebracht, die große Flächen beanspruchen, wie etwa der Lese- und der Vortragssaal. Das Magazin, als Herz des neuen Stadtarchivs, hat seinen Platz dagegen in den neueren Anbauten gefunden, ebenso wie die Depots des künftigen Stadtmuseums.

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