Denkmalschutz als aktiver Bestandteil des Konzeptes

Neunutzung und Bewahrung

Entsprechend den Vorgaben von Denkmalschutz und Stadtverwaltung sind im neuen Stadtarchiv trotz der notwendigen umfangreichen Umbauarbeiten Charakter und Geschichte des einstigen Lagergebäudes erkennbar geblieben.

Denkmalgerechte Fassadengestaltung

Die regelmäßig angeordneten Fensterelemente des Hauptgebäudes, die Sprossenfenster, der apsisartig angefügte Turm mit dem früheren Haupttreppenhaus und die sich abwechselnden großen und kleinen Dachgauben bilden zusammen mit den Baumaterialien Backstein und Sichtbeton den Außeneindruck des imposanten Gebäudes. Alle Fensterflächen wurden denkmalgerecht durch gut isolierte Nachbauten ersetzt. Auf eine energiesparende Dämmung in den öffentlich zugänglichen Bereichen innen wie auch auf der Außenfassade wurde dagegen aus Denkmalschutzgründen verzichtet, obwohl dies eine Einsparung bei den Heizkosten bedeutet hätte.

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Ansicht des Stadtarchivs von Süden

Ein Lesesaal mit Laderampe

Im Inneren blieb außerdem die ehemalige Bahnladerampe des Kontors mit Tor und Schienen erhalten. Sie bilden jetzt einen Teil des zweigeschossigen Lesesaals. Als eine Art historisches Zitat wurden die Gleise im Inneren optisch fortgeführt und mit abgeschlossenen "Arbeitszellen" für Archivnutzer bestückt, die auf den Betrachter wie Waggons auf Schienen wirken. Diese Überbleibsel der historischen Nutzung verleihen dem heutigen Lesesaal eine ganz besondere Atmosphäre. Der gläserne Aufzug, der die beiden Ebenen des Lesesaals verbindet, vereint Funktionalität mit Transparenz und vermeidet es damit, die Weite der ehemaligen Lagerhalle zu unterteilen.

Arbeitsplatz im unteren Bereich des LesesaalsVergrößern
Sonderarbeitsplätze im früheren Rampenbereich

Betonskelett und Eisenbahntor

Gerade im öffentlichen Bereich von Foyer, Lesesaal und Vortragssaal bleibt der Raumeindruck der ehemaligen Lagerhalle samt Stützen und Unterzügen erhalten. Ein Wandabschnitt mit einem historischen Eisenfenster, der im Originalzustand konserviert wurde, unterstreicht dies zusätzlich. Zusammen mit dem ebenfalls restaurierten Einfahrtstor für Güterzüge prägt dieses Wandelement die Stirnseite des Lesesaals.

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Das historische Eisenbahntor im Lesesaal