Aktuelle Veröffentlichungen
Die zuletzt erschienenen Bände der Reihe "Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart" werden hier kurz vorgestellt. Sie sind im Hohenheim Verlag Stuttgart erschienen und können über den Buchhandel bezogen werden.
Braune Feldzeichen
Straßennamen sind Teil der kollektiven Erinnerung und können zum Gegenstand historisch-politischer Debatten werden, denen häufig die fachliche Basis fehlt.
Das Stadtarchiv hat daher eine Untersuchung über die Stuttgarter Straßenbenennungen der NS-Zeit und den späteren Umgang damit initiiert. Der Zeithistoriker Dr. Peter Poguntke hat neben den Verläufen der Besetzung des öffentlichen Raumes durch die NS-Machthaber auch untersucht, inwieweit den Benennungen lokale oder allgemeine Initiativen zugrunde lagen. Im Vergleich mit Köln und München ordnet er die Stuttgarter Geschichte ein und leistet somit einen grundlegenden Forschungsbeitrag.
Peter Poguntke: Braune Feldzeichen. Stuttgarter Straßennamen in der NS-Zeit und der Umgang nach 1945, Hohenheim Verlag Stuttgart 2011, 15.- Euro
Prädikaturstiftungen in Süddeutschland
Dr. Bernhard Neidiger hat sich mit Prädikaturstiftungen in Süddeutschland auseinandergesetzt. Das Wort Prädikatur bezeichnete im späten Mittelalter eine eigens gestiftete Pfründe für einen theologisch ausreichend gebnildeten Priester des Weltklerus, dessen Aufgabe es war, den Gläubigen zusätzlich zum Pfarrgottesdienst in deutscher Sprache zu predigen.
Der Autor vergleicht die süddeutschen Prädikaturstiftungen auch auf regionaler und überregionaler Ebene miteinander und setzt sie mit wichtigen Komponenten mittelalterlichen religiösen Lebens, wie Bettelorden, Reformbemühungen und Universitäten, in Beziehung.
Neidiger, Bernhard: Prädikaturstiftungen in Süddeutschland (1369-1530). Laien - Weltklerus - Bettelorden, Hohenheim Verlag Stuttgart 2011, 25.- Euro
Gottlob Heinrich Rapp
Anna Marie Pfäfflin erinnert an den Stuttgarter Tuchhändler Gottlob Heinrich Rapp (1761-1832), der nicht nur Berater Königin Katharinas und erster Direktor der Hofbank war, sondern auch freier Kunstlektor des Cotta-Verlages und Mitarbeiter der Cotta'schen Kulturtageszeitung "Morgenblatt für die gebildeten Stände".
Durch intensives Selbststudium wurde er zu einem anerkannten Kunstkenner. Goethe schätzte ihn, Schiller rühmte ihn, und Cotta druckte seine Schriften.
Pfäfflin, Anna Marie: Gottlob Heinrich Rapp. Goethes "wohlunterrichteter Kunstfreund" in Stuttgart
1761-1832
, Hohenheim Verlag Stuttgart 2011, 28.- Euro




