Übergangsmanagement Kindertageseinrichtung - Grundschulen

Die Gestaltung des Übergangs der Kinder von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule und die Herstellung der Anschlussfähigkeit der Bildungsprozesse in beiden Einrichtungen, rücken in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt der Bemühungen um eine gelingende Bildungsbiografie von Kindern. Ziel der Optimierung des Wechsels von der Kindertageseinrichtung in das Schulsystem ist es, das Zusammenwirken von Elementar- und Primarbereich zu intensivieren und Kindern beim Start in die Schule und bei der Bewältigung der damit einhergehenden Veränderung zu unterstützen, damit der Übergang von ihnen selbst als erfolgreich und somit als entwicklungsfördernd erlebt wird.

Ergebnisse aus der Bildungsforschung

Aus der Bildungsforschung und aus weiteren Forschungen zum Übergangsmanagement ist bekannt, dass die Kompetenzen der Kinder bei einer gelingenden Gestaltung des Wechsels von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule auch für nachfolgende Übergänge wie zum Beispiel in die weiterführende Schule gestärkt werden. Die Anpassung an sich neu ergebende Lebenssituationen muss nicht nur von den Kindern, sondern auch von deren Eltern bewältigt werden; die Begleitung erfolgt durch Fachkräfte der Kindertageseinrichtung und durch Lehrkräfte der Schulen. Dabei ist die Anforderungen an Kinder als mehrschichtige Entwicklungsaufgaben betrachtet. Dies umfasst beispielsweise die Veränderung ihrer Identität oder die Integration des neuen Lebensabschnitts Schule in ihre Lebenswirklichkeit.

Gesetzliche Grundlagen

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sind aufgefordert, mit Schulen zusammenzuarbeiten, um den Kindern einen guten Übergang in die Schule zu sichern (§ 22a Sozialgesetzbuch VIII). Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung Baden-Württemberg sowie die gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums und des Sozialministeriums Baden-Württemberg über die Kooperationen zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen konkretisieren die Erwartungen an eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen.

Gemeinsame Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Stuttgart

Die im Arbeitskreis "Kooperation zwischen Tageseinrichtungen für Kinder und Grundschulen (AK Kooperation)" vertretenen Akteure (Träger von Kitas; Staatliches Schulamt; Jugendamt) haben am 9. Juli 2013 gemeinsame Empfehlungen zur Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in Stuttgart mit dem Titel "Den Übergang von der Kita in die Schule erfolgreich bewältigen" verabschiedet. Sie beschreiben vor dem Hintergrund der oben genannten Verwaltungsvorschrift weitergehende Qualitätsmerkmale und Bestandteile der Zusammenarbeit. Die Empfehlungen bilden damit eine tragfähige gemeinsame Grundlage für die Ausgestaltung der Kooperationsbeziehungen beider Bildungseinrichtungen in Stuttgart.

Fortbildungsangebote für Erzieher/-innen in Kitas und Lehrkräfte an Grundschulen

Zur Unterstützung der Erzieher/-innen, der Lehrkräfte und anderer beteiligter Akteure in diesem Handlungsfeld stellt die Landeshauptstadt bis 31.7.2017 Mittel für interdisziplinäre Fortbildungen zur Verfügung. Sie können von den kooperierenden Partnern vor Ort, wie auch von Trägern oder Staatlichem Schulamt, stadtweit in eigener Verantwortung durchgeführt werden. Die Mittelvergabe erfolgt auf Antrag bei der Abteilung Jugendhilfeplanung im Jugendamt.


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