Stuttgarter Stadtgeschichte - kurz gefasst

Stuttgart hat klein angefangen: Herzog Liudolf von Schwaben soll laut Überlieferung 950 nach Christi ein Gestüt ("Stuotgarten") in einer Talerweiterung des Nesenbachs angelegt haben. Die sich daraufhin entwickelnde Siedlung stand Jahrhunderte lang im Schatten von Cannstatt, Platz des größten und wichtigsten Römerkastells im mittleren Neckarraum.

Zeittafel:

  • In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhoben die Markgrafen von Baden, westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge, Stuttgart zur Stadt.
  • Im 14. Jahrhundert zählte Stuttgart zur Grafschaft Württemberg und wurde zu deren Zentrum ausgebaut.
  • 1495 - 1803 war Stuttgart überwiegend Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Württemberg,
  • 1803 - 1805 Haupt- und Residenzstadt des Kurfürstentums Württemberg,
  • 1806 - 1918 Haupt- und Residenzstadt des Königreichs Württemberg,
  • 1918 - 1945 Landeshauptstadt von Württemberg,
  • 1945 - 1952 Hauptstadt von Württemberg-Baden
  • und seit 1952 Regierungssitz des neuen Landes Baden-Württemberg.

Trotz schwerer Zerstörungen insbesondere während des zweiten Weltkriegs ist die Geschichte der Stadt auch im modernen Stuttgart deutlich ablesbar. Architektonisch bedeutende Zeugen sind der Schillerplatz mit dem Alten Schloss als Renaissance-Ensemble, das barocke Neue Schloss als Residenz der Herzöge und späteren Könige von Württemberg sowie klassizistische Gebäude wie der Königsbau.

Stadtansicht 1812Vergrößern
Stadtansicht 1812. Aus den Beständen des Stadtarchivs

Verwandte Themen