Lichtpunkte am Museum
Das Lichtband sorgte in den vergangenen sechs Jahren immer wieder für Ungemach. "Die Stadtgesellschaft nutzt das anders, als die Architekten und der Gemeinderat sich das vorgestellt haben", sagte Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau in der Ausschusssitzung.
Extrembeispiele für Falschnutzung sind sprungstarke Skater sowie Lastwagenfahrer, die auf dem Lichtband schwerbepackte Paletten herumbugsieren.
Immer mehr kaputt
Der Chef des Hochbauamts, Ulrich Klenk, erläuterte, dass 16 von 50 Oberlichtern des Lichtbandes mittlerweile zerstört sind. Nun haben die Architekten des Kunstmuseums, Rainer Hascher und Sebastian Jehle den Vorschlag gemacht, das Lichtband mit Edelstahlplatten abzudecken. 80 bis 100 eingeschnittene, kleine Lichtfenster sollen mittels Led-Leuchten, das Lichtband symbolisieren. Die Kosten liegen nach Angaben von Ulrich Klenk bei ungefähr 1,2 bis 1,4 Millionen Euro. Für diesen Vorschlag zeichnete sich im Ausschuss eine Mehrheit ab.Nun wird sich das Gremium in sechs Wochen nochmals des Themas annehmen. Vor allem die Kostenfrage soll dann präzisiert werden. Ein Teil der Kosten wird aus der laufenden Bauunterhaltung finanziert. Der Rest muss im Rahmen der Beratungen zum nächsten Doppelhaushalt beantragt werden.
Auf Antrag der CDU haben sich Verwaltung und Ausschuss mit dem Lichtband befasst. Alexander Kotz (CDU) sagte jeder freue sich, dass sich der Kleine Schlossplatz zu einem schönen ,belebten Ort entwickelt habe. Nun sei es wichtig, eine Lösung für das Lichtband zu bekommen.
Skeptische Räte
Michael Kienzle (Grüne) warf den Architekten vor, zu spät reagiert zu haben, fand aber deren Vorschlag gut."Das Lichtband war eine ästethisch schöne Lösung, es funktioniert aber nicht gut", befand Roswitha Blind (SPD). Kritik an den Architekten übte auch Rose von Stein (FDP). "Wir sollten sie in die Pflicht nehmen. Architektur muss nutzbar sein." Joachim Fahrion (Freie Wähler) befürchtete, dass auch die kleinen Lichter bald wieder zerstört sein werden.
Harald Beutel



