Johann Rudolf Zumsteeg

Johann Rudolf Zumsteeg wurde am 10. Januar 1760 in Sachsenflur/ Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) geboren und starb am 27. Januar 1802 in Stuttgart.

Der Komponist Johann Rudolf Zumsteeg war der Sohn eines herzoglich württembergischen Kammerlakaien, der mit Schiller zusammen die Karlsschule in Stuttgart besuchte. Zumsteeg freundete sich mit ihm und hat später viele von Schillers Gedichten vertont. Als Violoncellist ausgebildet und ab 1781 in der Hofkapelle tätig, wurde er 1792 Hofkapellmeister und 1793 zugleich Operndirektor in Stuttgart.

Er komponierte Opern wie beispielsweise "Die Geisterinsel", die am 7. November 1798 in Stuttgart aufgeführt wurde, Singspiele, Kirchenkantaten und Instrumentalwerke. Zumsteeg war vor allem erfolgreich als Balladenkomponist. Er war der populärste Vertreter einer "Schwäbischen Liederschule" und hat durch seine Balladen Franz Schubert aber auch Carl Loewe stark beeinflusst. Er schuf mehr als 300 Lieder und Singspiele, Balladen und Trauermusik. In der Musikgeschichte nimmt er eine bedeutsame Stellung durch seine Balladen ein, unter denen außer dem "Ritter Toggenburg" die bekanntesten Bürgers "Leonore", "Des Pfarrers Tochter von Taubenhain", "Die Büßende"und "Die Entführung" sind.

Bereits mit 42 Jahren starb Zumsteeg nach längerer Krankheit in Stuttgart. Sein Freund Friedrich Haug nannte ihn am Grab "den Mozart Wirtembergs".