Gedichte von Mirjam Limprecht (3. Preis beim Jugend-Lyrikpreis 2011)

Das Kind


Leise in der Nacht,
alles schläft nur einer wacht,
wird das Kind dem König gebracht.

Die Sonne geht auf
und kurz darauf
beginnt ein Fest.

Viele haben sich versammelt,
es gibt nichts an dem es mangelt.
Fröhlich tanzt ein jeder.

Plötzlich tritt Stille ein,
die Blicke erhoben, fertig angezogen
kommt es rein im Schein.

Kurz geblendet, dann bricht es los.
Sie jubeln, lachen, schrein und wein.
Doch steht es da, ganz allein.

Ein großer Tag für die Massen,
sie feiern ausgelassen.
Keiner achtet auf das Kind.

Es steht da, mit Tränen in den Augen
Heut würden sie es seiner selbst berauben.



Leise Worte
flüsternd Ort um Orte.
Leere Weite
gefangen an deiner Seite.
Felsen nahe
endlos oft gefragte Frage.
Haltlos müde
nicht die erste Lüge.
Dunkler Raum
wieder aus der Traum.