Gedichte von Tobias Sautter (4. Preis beim Jugend-Lyrikpreis 2011)

Ein nachtschwarzes Tier...


Tiefschwarz schleiche ich durch die Nacht
Die Dunkelheit, sie verleiht mir Macht
Gänzlich verschmelze ich mit der Natur
Verfolge meiner Beute Spur
Mit sachtem Schritt auf samtenen Pfoten
Das Jagen ist mir nicht verboten
Denn ich bin der Panther, Herr der finsteren Nacht,
Jäger der Schatten, ich halte Wacht
Über mein Reich in der Dunkelheit
meistens allein, doch auch zu zweit
Erscheine ich dir in deinem Traum
Dann folge mir durch den finst'ren Raum
Ich führe dich zu einer Magie
Die du bisher sahst noch nie
Denn die Zauber der Wildnis sind mir bekannt
Dir zeige ich dieses magische Land
Voller Schönheit der natürlichen Art
Die von den Tieren wird bewahrt
Drum sei ohne Angst, ich bin hier
Dein schwarzer Panther, er ist bei dir.


Geflügelte Inspiration


Ich bin das geflügelte Pferd, der Musen Begleiter
Ein freies Wesen, selten dulde ich Reiter
Versuche nicht, mich im Übermut zu reiten
Du würdest nur einen tiefen Sturz erleiden.
Ich bin Pegasus, das Himmelsross
Sohn der Medusa, des Poseidons Spross
Ein schneeweißes Pferd mit himmlischen Schwingen
Die mich in göttliche Höhen bringen
An meiner Quelle, der Hippokren',
Kannst du mich friedlich grasen sehn'
Hier tanzen die Musen ihre vollkomm'nen Reigen
Doch werden sie sich dir nicht zeigen.
Möchtest du meine Hilfe, so höre mich an
Ich sage dir, wie man mich rufen kann
Doch nur wenn du bist freundlich und fromm
Ich als Inspiration zu dir komm'
Dann darfst du geistig auf mir reiten
Durch der Künste himmlische Weiten.