Die Gestaltung guter, partnerschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich ist und bleibt auch für den Großraum Stuttgart aus historischen, geographischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründen sowie aus politischer Überzeugung eine wichtige Aufgabe.
Die vielen privaten Initiativen und persönlichen Bindungen sind dabei von herausragender Bedeutung, da sie den deutsch-französischen Beziehungen tagtäglich neue Impulse geben und sie mit Leben füllen.
Um die konkreten Aktivitäten bürgerschaftlichen Engagements in der deutsch-französischen Zusammenarbeit in und um Stuttgart zu ermitteln, ließen die Robert Bosch Stiftung und die Landeshauptstadt Stuttgart im Jahr 1999 nach einem Rundgespräch mit Experten auf dem Gebiet der deutsch-französischen Beziehungen eine Studie erstellen.
Das Ergebnis ist beeindruckend vielfältig und umfangreich: Kinder, Maler, Märchenerzähler, Städtepartnerschaftsakteure, Pianisten, Vertreter von Kulturinstitutionen, Tänzer, Professoren, Hobbyköche, Schauspieler, Lehrer, Anwälte und viele mehr kümmern sich mit persönlichem Einsatz um die deutsch-französische Zusammenarbeit auf lokaler Ebene. Die beteiligten Bürgergruppen machen jedoch aus ihren Aktivitäten und ihrem vielfältigen Engagement kein öffentliches Aufheben; sie arbeiten für die Sache und nicht für ihr persönliches Ansehen.
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Robert Bosch Stiftung haben dies 2000 zum Anlass genommen, gemeinsam mit dem Französischen Generalkonsulat und dem Institut français de Stuttgart die "Französische Woche in und um Stuttgart" einzurichten. Die Zahl der Mitwirkenden hat seitdem stetig zugenommen, das bunte und umfangreiche Angebot zieht von nah und fern ein breites, interessiertes Publikum an und auch die Presse nimmt die Veranstaltungsreihe immer stärker wahr. Die Französische Woche ist zu einer festen Institution geworden.