Bodenuntersuchungen 2001

Das Inkrafttreten der Bundes-Bodenschutz-Verordnung 1999 war Anlass für eine Neubewertung aller alten Stuttgarter Bodenanalysen (486 Flächen). Die modernen bodenschutzrechtlichen Handlungserfordernisse wurden im Rahmen einer Nachuntersuchung bestimmt, bei der alle zunächst auffälligen 137 Flächen (Prüfwertüberschreitungen) neu untersucht wurden. Im Ergebnis stellten sich 63 Fälle als unkritisch heraus. 57 Fälle zählen infolge ihrer leicht bis mäßig erhöhten Schadstoffgehalte sowie wegen fehlender Nutzungskonflikte zum Vorsorgebereich.

Lediglich für 17 Flächen herrschte wegen nutzungsspezifischen Prüfwertüberschreitungen zunächst hinreichender Gefahrverdacht, der sich mangels unkritischer Expositionsverhältnisse schnell zerschlagen hat. Dies gilt auch für den einen Fall, bei dem erhöhte Magen-Darmresorbierbare Bleianteile registriert wurden. Den örtlichen Befunden wird über bodenschutzrechtliche Handlungsempfehlungen an die Grundstückseigentümer Rechnung getragen, die sich im wesentlichen auf die Vermeidung weiterer Schadstoffeinträge beschränken.

Lediglich in Einzelfällen kommt eine Meldeauflage hinzu, die sicherstellt, dass bei einer Flächenumwidmung in eine sensiblere Nutzung eine neuerliche Prüfung der Expositionssituation erfolgt.

BodenschutzkarteVergrößernKarte: Amt für UmweltschutzKarte: Amt für Umweltschutz


 
 

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