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Neue Kita-Studie bescheinigt gute Qualität

Eltern im Auftrag der Stadt befragt - pädagogische Arbeit gut bewertet

Die Zufriedenheit der Eltern, deren Kinder in Stuttgarter Kindertagesstätten betreut werden, ist hoch. Dies hat eine trägerübergreifende neue Studie der Technischen Universität Darmstadt ergeben.

Wichtigstes Ergebnis der Elternbefragung: Diese beurteilten die pädagogische Arbeit der Kitas zu 84 Prozent mit den Spitzennoten " sehr gut" (45 Prozent) oder "eher gut" (39 Prozent). 14 Prozent bewerteten sie als "teils/teils" und lediglich zwei Prozent als "eher schlecht". Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, freute sich über das gute Ergebnis und betonte: "Qualität ist ein Prozess, der ständig fortgeführt werden muss."

Junge aus der Kita Felix-Dahn-Straße DegerlochVergrößernJunge aus der Kita Felix-Dahn-Straße Degerloch. Foto: Stadt Stuttgart / Frederik LauxJunge aus der Kita Felix-Dahn-Straße Degerloch. Foto: Stadt Stuttgart / Frederik Laux

Details der Online-Befragung

Die Untersuchung, die am 10. Februar im Jugendhilfeausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurde, beruht auf der schriftlichen und der Online-Befragung von insgesamt  8 141 Eltern, deren Kinder auf 409 verschiedene Einrichtungen in Stuttgart verteilt waren. Die vom Jugendamt der Stadt in Auftrag gegebene Studie war von dem empirischen Sozialforscher Professor  Marek Fuchs ab Juli 2013 durchgeführt worden. Insgesamt 93 Prozent der von ihm angefragten 438 Kitas und 53 Prozent der Eltern hatten sich fürs Mitmachen entschieden:

  • Die befragten Eltern machen in der guten Beurteilung der pädagogischen Arbeit keine gravierenden Unterschiede zwischen den einzelnen Trägern, bei den einzelnen Einrichtungen jedoch schon: So werden 17 Prozent der Einrichtungen allgemein als noch ausbaufähig, vier Prozent als kritisch gesehen.
  • Sehr zufrieden zeigten sich die Eltern mit den von ihnen als wichtig eingestuften Förderbereichen Geschichten, Sprechen und Sprache, Bewegung und soziale Kontakte. Als noch ausbaufähig wurde dagegen der Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik bewertet.  
  • Wichtig für Erziehungsberechtigte ist, wie "ihre" Einrichtung auf Vorschläge reagiert. Hier nehmen 95 Prozent  der Kitas entsprechende Elternvorschläge ganz oder teilweise auf, lediglich fünf Prozent verweigern sich völlig.  Die Wahrnehmung elterlicher Erziehungsziele wird laut Studie zu 78 Prozent mit "sehr" oder "ziemlich" eingestuft. Nur vier Prozent der Eltern sehen dies "weniger", ein Prozent gar "nicht" erfüllt. Als Fazit wird die Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Elternhaus mit 85 Prozent überwiegend als sehr gut bewertet, für zwölf Prozent ist sie mittelmäßig und für zwei Prozent eher schlecht.

Ergebnis und Förderung

Professor Fuchs bezeichnete abschließend die Ergebnisse der vorliegenden Studie als einen "ausgesprochen schönen Befund". Verbesserungen sollten vor allem im Bereich der Zusammenarbeit mit den Eltern und der naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Förderung erfolgen.

Die Stadt Stuttgart stellt für die Qualitätsentwicklung in den Kitas seit 2012 trägerübergreifend jährlich 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. 2014 kommen dazu nochmals 3,3 Millionen Euro für Sprachförderung, 270 000 Euro für den Bereich des Übergangs in die Grundschule sowie 686 000 Euro für die Spezialisierung  zu Kinder- und Familienzentren.

Dienstag, 11.02.2014