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Sicherer mit dem Rad unterwegs

Für das Forschungsprojekt "Schutzstreifen außerorts" ist die Strecke "Im Elsental" zwischen den Stadtteilen Dachswald in Vaihingen und Kaltental in Stuttgart-Süd ausgewählt worden.

Der Abschnitt ist damit eine von drei Modellstrecken in Baden-Württemberg.

Für eine sichere Führung des Radverkehrs werden innerorts immer häufiger Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert. Die Umsetzung ist kostengünstig und der Sicherheitsgewinn für den Radverkehr hoch.

Elsental: Sicherer mit dem Rad unterwegsVergrößern
Schutzstreifen für Radler, die bergauf fahren. Foto Stadt Stuttgart

Erfahrungen sammeln

Doch außerhalb geschlossener Ortschaften ist die Einrichtung von Schutzstreifen in Deutschland - anders als beispielsweise in der Schweiz oder den Niederlanden - aufgrund fehlender Erkenntnisse bislang nach der Straßenverkehrsordnung nicht zugelassen.

Da ­jedoch auch außerorts ein Bedarf zur Sicherung des Radverkehrs besteht, ein baulich abgetrennter Radweg hier aber in vielen Fällen nur schwer oder nur mit zeit­lichen Verzögerungen realisierbar ist, beteiligt sich das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg an dem Forschungsprojekt des Bundes.

Kriterien für die Auswahl der Versuchsstrecken waren unter anderem ein Fahrbahnquerschnitt von bis zu 7,50 Meter Breite und eine relativ geringe Verkehrsbelastung mit weniger als 4000 Kraftfahrzeugen in 24 Stunden.

Schutzstreifen bergauf

Die etwa 800 Meter lange Steigungsstrecke "Im Elsental" weist eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter und eine ­Verkehrsbelastung von 2500 Fahrzeugen pro Tag auf.

Zur Umsetzung des Vorhabens wurde für den Radverkehr in einer Fahrtrichtung ein Schutzstreifen von 1,50 Meter Breite bergauf markiert. Die Landeshauptstadt Stuttgart erhofft sich von diesem Forschungsprojekt wichtige ­Erkenntnisse für die Realisierung weiterer geplanter Schutzstreifen.

Bundesweite Studie

Untersuchungsstrecken in ­Baden-Württemberg befinden sich des Weiteren in Moos am Bodensee sowie in Leutkirch im Landkreis Ravensburg. Im Rahmen des bundesweiten Modellversuchs wurden außerdem längere Streckenabschnitte in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern, in Niedersachsen, in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein ausgewiesen.

Das Forschungsprojekt "Schutzstreifen außerorts" ist bis zum 31. Dezember dieses Jahres befristet und wird bis dahin wissenschaftlich begleitet. Abhängig von den gesammelten Erkenntnissen werden die Schutzstreifen anschließend beibehalten oder wieder entfernt.

Mittwoch, 30.04.2014