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Besonderes Ambiente - Kursaal Bad Cannstatt entwickelt sich zum beliebten Veranstaltungsort

Neun Monate nach der Neueröffnung des Kursaals Bad Cannstatt zeichnet sich ab, dass das Ziel der Renovierung erreicht wird: Das Schmuckstück inmitten des Kurparks wird von Bürgern, Vereinen und gewerblichen Nutzern gut nachgefragt, wenn es darum geht, eine Veranstaltung durch das Ambiente des Traditionsgebäudes aufzuwerten.

Die historische Fassade des KursaalsFoto: Stadt Stuttgart

Bürgerhaus und Veranstaltungsort - in diesem Spannungsfeld steht das Traditionsgebäude. "Wir müssen einen Mittelweg zwischen kommerzieller Nutzung und der Nutzung durch Vereine finden", erklärt Bad Cannstatts Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler. "Wir stehen unter finanziellen Zwängen und müssen durch die Vermietung der Säle Geld erwirtschaften. Die Renovierung war zu teuer, um darauf zu verzichten."

Für die Anfangsjahre gab der Gemeinderat die Maxime vor, dass ein jährliches Defizit von 300000 Euro nicht überschritten werden darf. So, wie sich die Buchungen in den letzten Monaten entwi­ckelt haben, wird das auch nicht passieren. "Das Ergebnis hängt davon ab, was wir noch an Ausgaben tätigen müssen", räumt Löffler ein, bleibt jedoch zuversichtlich, was die Nachfrage angeht. Für 2014 sind kaum noch freie Termine zu finden, und für 2015 ist das Haus an vielen Wochenenden ausgebucht. "Das Gesamtkonzept Kursaal greift", freut sich Löffler. "Das Haus hat durch die Kombination aus Tradition, Gediegenheit, seiner Repräsentanz und Modernität das Ambiente, das einen Veranstaltungsort so besonders macht."

Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes

Im Herbst 2007 begann die Neugestaltung des denkmalgeschützten ehemaligen Kurgebäudes. Heizung, Lüftung, Stromleitungen und Bühnentechnik sowie die Beleuchtung, die sanitären Anlagen und die Verteilerküche wurden erneuert. Die neue Tiefgarage mit 86 Stellplätzen ermöglicht einen direkten Zugang zu den Sälen. Auch die Außenanlagen wurden neu angelegt und stimmen heute die Besucher auf die ­Atmosphäre im Gebäude ein.

Hohe Raum-Nachfrage

Ein Frequenzbringer ist der neu eröffnete Augus­tiner-Biergarten, der sich in ­direkter Nachbarschaft befindet. "Da kommen viele Menschen aus dem Stuttgarter Umfeld vorbei, die beim Besuch des Biergartens auch ­einen Eindruck vom Kursaal bekommen und sich bei der Planung einer Veranstaltung daran erinnern", ist Bernd-Marcel Löffler sicher.

Beate Niebuhr, die für den Kursaal die organisatorische Leitung hat, bestätigt diese Einschätzung. Auf der Fachmesse "Locations Region Stuttgart", auf der sie und ihr Team den Veranstaltungsort erstmals einem größeren Publikum präsentierten, wurde sie von Menschen angesprochen, die durch den Biergarten Kontakt zum Kursaal hatten. "Vor allem die kleineren Räume des Thouretsaals und des Daimlerzimmers wurden für Geburtstage, Jubiläen, Kommunion- und Konfirmationsfeiern nachgefragt."

Brunnenhof wird 2016 fertig

Lediglich der im Bau befindliche Brunnenhof beeinträchtigt noch die Optik des ­ansonsten so makellosen ­Ambientes des Kursaals. "Wir müssen hier noch eine Bohrung machen, damit der Wasserauftrieb gefasst werden kann", erklärt Bernd-Marcel Löffler. Erst nach diesem Schritt, kann der Brunnen gebaut und der Hof fertig gestellt werden. Spätestens 2016 soll es so weit sein.

"Aber wenn es dann fertig ist, haben wir auch hier ein wunderbares Ambiente. Dafür lohnt es sich, die Beeinträchtigungen in Kauf zu nehmen."