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Tauziehen mit der Sozialbürgermeisterin

Eine Delegation von Stadträten, Landtagsabgeordneten und Jugendräten hat mit Isabel Fezer am Dienstag, 6. August, eine Waldheimrundfahrt unternommen.

In den Waldheimen Raichberg, Waldebene Ost und Lindentäle übergab die Sozialbürgermeisterin den Kindern Gastgeschenke.

Erster Halt der Delegation war das Waldheim Raichberg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Stuttgart-Ost. 120 Kinder und 30 Betreuer verbringen dort vier Wochen lang gemeinsam die Ferien.

Im Waldheim angekommen, stellte Isabel Fezer den Kindern zur Begrüßung die Besucher vor. Dabei erklärte Fezer ihren kleinen Zuhörern, dass sich ihre Gäste für die Arbeit der Waldheime interessieren, weil sie die politische Verantwortung für Themen haben, die für Kinder wichtig sind.

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Bürgermeisterin Fezer mit vielen Kindern. Foto: Kraufmann/Kern

Viel Spaß dank großem Angebot

Danach übergab die Sozialbürgermeisterin ein Gastgeschenk. Unter Kreischen, Quietschen und Lachen hielt das Geschenkpapier nur wenige Augenblicke.

Verschiedene Spiele hatte Isabel Fezer den Kleinen und schon etwas Größeren mitgebracht, die es kaum erwarten konnten, alles gleich auszuprobieren. Zunächst mussten die Gäste und Kinder aber beim Tauziehen schwitzen, was allen sichtlich Spaß bereitete. Genau darum geht es der Sozialbürgermeisterin. "Früher haben die Kinder im Sommer gerne vor ihren Elternhäusern auf der Straße gespielt.

Das geht heute und in einer Großstadt wie Stuttgart so nicht mehr. Hier in den Waldheimen können sie das tun und vor allem draußen ausgelassen spielen. Sie sollen die Freizeit und die Freiheit haben, Kind zu sein und Spaß zu haben", sagte Fezer.

Die Stuttgarter Waldheime bieten eine umfangreiche Auswahl an Freizeitangeboten. Auf dem Programm stehen neben zahlreichen Spielen wie Tauziehen oder Fußball auch gemeinsames Singen sowie Theater.

Das Waldheim Raichberg etwa bekommt Besuch von einer Zirkusgruppe, die Kinder zum Mitmachen einlädt. Außerdem schaut eine Gruppe Jugendlicher aus Mexiko vorbei, die den Kleinen Spiele aus ihrem Heimatland zeigen.

Tauziehen mit der SozialbürgermeisterinVergrößern
Wer gewinnt das Tauziehen? Foto: Minges / Stadt Stuttgart

Jugendliche bilden Jugendliche aus

Gemeinsam mit Ihren Gästen informierte sich die Bürgermeisterin im Waldheim Raichberg über Jugendliche, die sich zu Betreuern fortbilden.

Die AWO hat hierfür das Projekt "13Plus" ins Leben gerufen. In jedem ihrer vier Waldheime bildet sie derzeit etwa acht bis zehn Jungs und Mädchen aus, wobei auch gezielt versucht wird, vor allem Jungs anzusprechen. Hintergrund ist, dass die Kinder später in den Waldheimen nicht nur Frauen als Bezugspersonen kennenlernen, sondern eben auch Männer.

Das Projekt bereitet die Jugendlichen zunächst mittels Erlebnispädagogik auf den Einsatz als Betreuer vor. Das übernehmen bereits ausgebildete Jugendliche. Bevor es dann darum geht, erste praktische Erfahrungen zu sammeln, steht erst Theorie auf dem Programm. Mit 16 Jahren übernehmen die Teenager dann selbst Verantwortung.

Waldebene Ost

Zweite Station der Delegation war das Waldheim Waldebene Ost in direkter Nähe. Hier kooperiert die evangelische Kirche mit dem Sportverein SV Gablenberg. Von dieser Organisation profitieren alle.

Die Kirche als Träger spart Kosten, da sie das Waldheim nicht durchgängig ein Jahr unterhalten muss, und der Sportverein kann während der Sommerpause wirtschaftliche Einbußen vermeiden. Die wirklichen Gewinner dabei sind die Kinder, die sich im Sommer weiter in der Natur austoben können.

Lindentäle Feuerbach

Letzter Halt der diesjährigen Rundfahrt war das Waldheim Lindentäle in Feuerbach. Hier sind etwa 400 Kinder und rund 90 Betreuer die Ferien über zusammen. Als Geschenk überreichte Bürgermeisterin Fezer unter lautem Jubel und Klatschen zwei MP3-Recorder.

Danach schauten sich die Besucher das Freizeitangebot im Lindentäle an und aßen gemeinsam mit den Kindern zu Mittag; natürlich so wie es im Waldheim üblich ist: Erst nach dem obligatorischen Tischspruch durften Löffel, Messer und Gabel in die Hand genommen werden.

Infos rund um die Waldheime

  • Im Jahr 2013 nutzten 8760 Kinder die Möglichkeiten der Stadtranderholung.
  • Insgesamt bieten 36 Heime die Waldheimferien an.
  •  Für den laufenden Betrieb der Ferienwaldheime stellte die Landeshauptstadt im Jahr 2013 insgesamt 1 319 455 Euro zur Verfügung.
  • Das Angebot richtet sich an Schulkinder zwischen 6 und 14 Jahren, vereinzelt gibt es auch Plätze für Vorschulkinder. Sie können sich von 8 bis 18 Uhr, bei Samstagsbetrieb bis 13 Uhr, in den Ferienwaldheimen aufhalten. Die Kinder übernachten zu Hause.
  • Weiterführende Informationen online auf www.ferienprogramm-stuttgart.de.

Donnerstag, 07.08.2014