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Baustellenlogistik wird ausgeweitet

Stuttgart 21: Zurzeit müssen Wolfram- und Heilbronner Straße noch für den Transport von Aushub genutzt werden

Insgesamt 600 000 Tonnen Aushub werden in diesem Jahr im Bereich des Planfeststellungsabschnitts "Talquerung mit Hauptbahnhof" anfallen und auf öffentlichen Straßen befördert. Dies gab der Leiter der Technischen Fahrdienste beim Bahnprojekt Stuttgart-Ulm, Florian Bitzer, jetzt im Ausschuss für Umwelt und Technik bekannt.

Die Transportmenge wird damit um rund zehn Prozent höher ausfallen, als Fachleute noch im September geschätzt hatten, bewegt sich aber noch im Rahmen der 2005 beschlossenen Planfeststellung.

Bei den öffentlichen Straßen müssen vor allem die Wolfram- und auch die Heilbronner Straße diese zusätzliche Verkehrslast übernehmen. Dies stelle jedoch keine schwerwiegende Beeinträchtigung des Straßenverkehrs dar, sagte der städtische Experte bei der Straßenverkehrsbehörde, Peter Koch, bei der Anhörung.

So bestehen die Ab- und Zufahrten von der bestehenden Baustraße zur Wolframstraße aus zwei Rechtsabbiegespuren, um den laufenden Straßenverkehr nicht kreuzen zu müssen. Auch wurden die Standorte so ausgesucht, dass möglichst wenig Anwohner von den Transporten belästigt werden.

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Die Baustellenstraßen. Foto: Storck

Ab März auf der Baustraße

Momentan fallen aus dem Baubereich der Jägerstraße täglich 56 Fahrten und aus dem Gebiet des Mittleren Schlossgartens 150 Fahrten an. Ab März 2015 kann die Bahn dann ihre bis dahin weitgehend fertig gestellten Baustraßen A, B und C nutzen und den Abraum direkt für die Bahnverladung zur Logistikfläche am Nordbahnhof transportieren.

Dort wurden bereits seit Juni 150 Züge mit jeweils 1000 Tonnen Aushub beladen und dieser zur Entsorgung auf Deponien in der Umgebung sowie in Braunkohlegruben der neuen Bundesländer gebracht.

Um einen Teil der oberirdischen Fahrten einzusparen, wird der Zwischenangriff Nord ausgeweitet. Von hier aus wird der Vortrieb im künftigen Bahntunnel in Richtung Jägerstraße sowie bis zum Portal Neckar um 1,5 Kilometer verlängert. Dadurch können die Erdmassen - insgesamt 735000 Tonnen oder 120000 Fahrten - unterirdisch bis zu den jeweiligen Endpunkten transportiert werden, ohne Lärm und Staub zu verursachen.

Im weiteren Ausbau der zentralen Baulogistik, die den Bereich der Innenstadt abdeckt, sollen bis zum März 2015 auch die Baustraßen vor der LBBW fertig gestellt werden. Insgesamt müssen rund acht Millionen Tonnen Schutt transportiert werden.

Mittwoch, 15.10.2014