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OB Kuhn bedankt sich im Namen der Stadt bei Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe

Stuttgart ist in den vergangenen Monaten zur neuen Heimat vieler Menschen geworden. Ohne das große bürgerschaftliche Engagement der mehr als 3000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre es nicht möglich, diese Menschen in Stuttgart würdig zu empfangen, zu unterstützen und zu integrieren. Oberbürgermeister Fritz Kuhn nutzte das erste Adventwochenende, um den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe ganz persönlich und im Namen der Stadt seinen Dank auszusprechen: Am Samstag, 28. November, und am Sonntag, 29. November, lud er zu einer Feier im Rahmen eines vorweihnachtlichen Konzerts in den Innenhof des Alten Schlosses.

OB Kuhn sagte in seiner Ansprache: "Ich danke Ihnen von ganzem Herzen, ohne Ihre Arbeit wäre die Betreuung, Begleitung und Integration der Flüchtlinge in Stuttgart nicht möglich." Der OB erklärte: "Dass es in Stuttgart ganz gut läuft, heißt nicht, dass es nicht auch schwierig ist. Aber, ob wir etwas schaffen, liegt auch daran, wie ernst wir die Aufgabe nehmen." Die Kommunen hätten die Pflicht, die Flüchtlinge aufzunehmen, jetzt gehe es darum, dies so gut und menschlich wie möglich zu tun. Dies gelinge in Stuttgart auch deshalb so gut, weil der Gemeinderat fast ausnahmslos dahinter stehe. Stellvertretend für alle Parteien, die diese Flüchtlingspolitik mittragen, dankte Kuhn dafür Alexander Kotz, dem Vorsitzendem der größten Fraktion im Rat, der CDU. Kotz und weitere Stadträte und Bürgermeister nahmen an der abendlichen Feier im Innenhof des Alten Schlosses teil.

Ihn ärgere die Diskussion, so Kuhn weiter, um Obergrenzen und Kontingente, ohne dass gesagt werde, was das bedeute: "Was passiert denn mit den ersten Flüchtlingen jenseits der Obergrenze? Lassen wir die an der Grenze in der Kälte stehen oder schicken sie in ihren Booten wieder zurück aufs Meer?" Der OB sagte, Europa dürfe nicht nur als Zugewinngemeinschaft dastehen, sondern müsse sich als Wertegemeinschaft verstehen und der Verantwortung stellen.

Bürgerschaftliches Engagement gibt es in Stuttgart in den verschiedensten Bereichen. Viele Helfer organisieren kurzfristig Spenden, andere leisten Alltagsbegleitung und gehen mit Flüchtlingen zu Ärzten oder auf Ämter. Initiativen wie die Facebookgruppe "refugees welcome to stuttgart" oder die Freundeskreise leisten wichtige Arbeit und koordinieren die Anfragen. Aber auch Vereine, private Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Kirchen und viele mehr bringen sich tagtäglich ein.

Der Abend begann mit den stimmungsvollen musikalischen Darbietungen der Murphy Singers und des Bläserquartetts der Stuttgarter Musikschule. Darauf folgte der Empfang der Gäste. Suppe und Glühwein wärmten nicht nur von innen, sondern bereiteten auch die kulinarische Grundlage für angeregte Gespräche. Zum Schluss erwartete die Gäste noch eine weihnachtliche Überraschung: ein fair gehandelter Adventskalender.

OB Kuhn möchte sich in ähnlicher Form auch bei den Hauptamtlichen der Flüchtlingsarbeit bedanken und plant einen Empfang Anfang des kommenden Jahres.