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Studie über Verkehrsfluss in europäischen Städten

Die Region Stuttgart ist ein führender Wirtschaftsstandort in Europa - allein in Stuttgart arbeiten rund 500.000 Menschen. Viele pendeln mit dem Auto. Damit fließt viel Verkehr durch die Stadt. Zugleich ist der Stillstand oft hoch. 73 Stunden lang sollen Autofahrer im vergangenen Jahr im Stau gestanden haben. Das hat eine Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix ergeben. Stuttgart war 2015 demnach die staureichste Stadt Deutschlands.

Inrix untersuchte nach eigenen Angaben die Verkehrsgeschwindigkeiten in 96 städtischen Zentren und 13 europäischen Staaten auf insgesamt einer Million Straßenkilometern. Den deutlichen Anstieg der Stauzeiten in und um Stuttgart erklärte Inrix mit der wirtschaftlichen und demografischen Dynamik der Stadt. Das Wachstum des Verkehrs sei unter anderem das Ergebnis eines soliden Arbeitsmarkts, einer wachsenden Wirtschaft und der hohen Zahl von Auto-Pendlern.

stuttgart.de hat die wichtigsten Daten und Fakten zur Debatte:
 

  • Stuttgart ist attraktiv: Aktuell leben 604.757 Menschen hier - rund 20.000 mehr als im Jahr 2000.
  • In Stuttgart sind rund 500.000 Menschen beschäftigt - das ist eine Zunahme von 0,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000. 55 Prozent leben außerhalb der Stadt, davon pendeln 60 Prozent mit dem Auto und das zumeist allein.
  • Auch touristisch zieht es immer mehr Menschen nach Stuttgart: 2015 wurden rund 1,9 Millionen Besucher gezählt. 5 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • An zahlreichen Punkten in der Stadt wird gebaut.  Zum Rosensteintunnel und Stuttgart 21 kamen noch Belagsarbeiten auf der B27 Heilbronner Straße zwischen Arnulf-Klett-Platz und Pragsattel  hinzu. Auf Grund eines Wasserrohrbruchs kam es im November zur Vollsperrung der Wolframstraße mit massiven Beeinträchtigungen. Das Tiefbauamt hat allein im vergangenen Jahr rund 80 Mio. Euro investiert, damit der Verkehr besser fließt.
  • Zudem gab es 2015 zahlreiche Großveranstaltungen im NeckarPark und in der Innenstadt, wie den Kirchentag. Der Streik bei der Bahn machte sich an neun Werktagen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in Stuttgart bemerkbar.
  • In der City selbst fuhren an einem Tag rund 430.000 Autos im Jahr 2015. Das sind 2 Prozent weniger als bei einer Vergleichsmessung  2013. Im Schnitt sind Fahrzeuge mit 1,28 Personen belegt. Fahrgemeinschaften könnten die Straßen entlasten.
  • Vor zehn Jahren wurde die Integrierte Verkehrsleitzentrale initiiert, deren Leistungsfähigkeit weiter ausgebaut wird. Sie arbeitet Tag für Tag daran, den Verkehr intelligent zu steuern und Stau zu vermeiden. Durch flexible Ampelschaltung, Alternativroutensteuerungen, dynamische Informationstafeln und Leitsysteme kann der Verkehr aktiv beeinflusst werden.

Gibt es Tendenzen, dass sich das Mobilitätsverhalten der Menschen wandelt?

Ja, die gibt es :

  • Immer mehr Menschen in der Region Stuttgart fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der VVS registrierte im vergangenen Jahr über 366 Millionen Fahrten - das entspricht einer Steigerung von neun Millionen Fahrten im Vergleich zu 2014. Zur Einordnung: Andere Städte verzeichnen einen Anstieg von durchschnittlich 0,5 Prozent.
  • Das Jobticket der Stadt Stuttgart wird intensiv genutzt: Aktuell haben es schon 11.270 Mitarbeiter der Stadt, das sind 60 Prozent. Somit kommen seit der Einführung 2014 doppelt so viele Mitarbeiter mit Bus und Bahn zur Arbeit.
  • Auch immer mehr Radfahrer sind in Stuttgart unterwegs: An der Fahrrad-Zählstelle am Leuze wurde ein Zuwachs von 17,8  Prozent auf 808.000, an der Böblinger Straße/Waldeck ein Zuwachs von 6,7 Prozent auf 22.300 verzeichnet.
     
Die Kampagne "Stuttgart steigt um" informiert über Möglichkeiten einer nachhaltigen Mobilität und regt zum Umsteigen auf klimaschonende Verkehrsmittel an: www.stuttgart-steigt-um.de.