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Karla Borger und Britta Büthe: Auf Medaillen-Jagd im spektakulärsten Sandkasten auf der Copacabana

Es gibt wohl kaum eine olympische Sportart, die besser zu Rio passt als Beachvolleyball. Und so wundert es auch nicht, dass für den Nationalsport der Brasilianer eine der spektakulärsten Olympiastätten gebaut wurde: Das neue Beach-Volleyball-Stadion befindet sich mitten auf der Copacabana, umfasst 12.000 Sitzplätze und ragt bis zu 20 Meter in die Höhe.

Karla Borger und Britta BütheMittendrin im spektakulärsten Sandkasten der Copacabana: die Beachvolleyballerinnen Karla Borger (rechts) und Britta Büthe. Foto: RedBull-Contentpool/Garth Milan
Nur drei deutsche Beachvolleyball-Teams kommen bei den Spielen in den Genuss vor dieser beeindruckenden Kulisse zu spielen: Neben Markus Böckermann und Lars Flüggen und den deutschen Goldfavoritinnen  Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben sich auch die WM-Zweiten von 2013, die Stuttgarterinnen Karla Borger und Britta Büthe, qualifiziert.

Für die Sportlerinnen, die beim MTV Stuttgart trainieren und vom OSP (Olympia Stützpunkt Stuttgart) gefördert werden, ist es die erste Olympiateilnahme.  "Es war immer ein großer Traum von uns, bei den olympischen Spielen dabei zu sein. Ich freue mich sehr, auf die Spiele im Stadion an der Copacabana", so Borger.

Für die 27-Jährige ist die Teilnahme in Rio in doppelter Hinsicht ein großer Erfolg: Nach einer Rückenoperation fiel Borger im August 2015 für den Rest der Saison aus. 2016 kämpfte sie sich mit ihrer Partnerin wieder zurück an die Weltspitze und qualifizierte sich mit tollen Leistungen, unter anderem einer Bronze-Medaille bei der EM in Biel, für Rio.

"Für uns wird jedes Gruppenspiel ein Ko-Spiel"

Dort tritt man in der Vorrunde gleich auf drei harte Gegner: Am Sonntag, 7. August, setzte es eine 0:2-Auftaktniederlage gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr/Joana Heidrich. Am 9. August konnten sie die Partie gegen Sophie Van Gestel /Jantine van der Vlist aus den Niederlanden mit 2:0 gewinnen. Im dritten Vorrundenspiel geht es gegen die Kanadierinnen Heather Bansley/Sarah Pavan.

Keine einfachen Aufgaben, wie Trainer Srdjan Veckov, schon im Vorfeld warnte: "Wahrscheinlich gibt es leichtere Vorrundengruppen, aber wenn man an Olympischen Spielen teilnimmt, hat man keine Chance zu wählen. Für uns wird jedes Gruppenspiel ein Ko-Spiel. Wir haben unsere Chancen und werden alles tun, um gute und harte Spiele zu zeigen."


Bestleistungen werden im Kampf um die Medaillen auch nötig sein: Seit der olympischen Premiere 1996 hat noch nie hat ein europäisches Frauen-Beachvolleyball-Team eine Medaille bei Olympia gewonnen.

Die "weltbeste Abwehrspielerin" und die "Maschine im Sideout"

Aber dass die "weltbeste Abwehrspielerin" und die "Maschine im Sideout", wie Borger und Büthe vom Nachwuchs-Bundestrainer Jörg Ahmann einmal genannt wurden, für Überraschungen gut sind, haben sie bereits 2013 bewiesen:  Damals erreichten sie als erstes europäisches Frauenduo ein WM-Finale.

Deshalb sollte man sich den 18. August schon mal vormerken:  An diesem Tag steigt nämlich im wohl spektakulärsten Sandkasten auf der Copacabana das Beachvolleyball-Finale der Frauen.