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Pelletheizung: Gut für Umwelt und Geldbeutel

Der Bürgermeister für Umwelt und Städtebau, Peter Pätzold, hat gemeinsam mit dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller die Pelletheizung im Bürgerhaus Rot besichtigt. Durch die neue Heizung sind dort in neun Jahren über 350 Tonnen CO2 eingespart worden.
Vor neun Jahren ist das Gebäude von der Stadt umfangreich ­saniert worden. Energieeinsparende Maßnahmen waren dabei ein Schwerpunkt.

Minister Franz Untersteller und Bürgermeister Peter Pätzold machten sich über die Leistungsfähigkeit der Pelletheizung im Bürgerhaus Rot kundig.VergrößernMinister Franz Untersteller und Bürgermeister Peter Pätzold machten sich über die Leistungsfähigkeit der Pelletheizung im Bürgerhaus Rot kundig. Foto: Thomas NiedermüllerMinister Franz Untersteller und Bürgermeister Peter Pätzold machten sich über die Leistungsfähigkeit der Pelletheizung im Bürgerhaus Rot kundig. Foto: Thomas Niedermüller
Effizient und wichtig für den Klimaschutz


Umweltbürgermeister Pätzold sagte: "Pelletheizungen sind nicht nur effizient, sondern auch ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Durch die Sanierungen im Bürgerhaus haben wir in den letzten neun Jahren über 350 Tonnen CO² eingespart, den Hauptanteil verdanken wir der Pelletheizung. Da sie mit gepresstem Sägemehl betrieben wird, ist sie zudem auch nachhaltig."

Auch die angebaute Kita wird versorgt

Jürgen Görres, Leiter der Energieabteilung im Amt für Umweltschutz, ergänzte: "Der Staubgehalt im Abgas der ­Pelletheizung unterschreitet mit 0,013 g/m³ den maximal zulässigen Grenzwert von 0,15 g/m³ deutlich." Pelletheizungen erzeugen Wärme durch die Verbrennung von Holzpellets. Im Bürgerhaus Stuttgart-Rot dient ein ehemaliger Lagerraum im Keller als Silo, eine Förderschnecke transportiert die ­Pellets zur Heizung. Insgesamt können bis zu sieben Tonnen im Silo untergebracht werden, der Vorrat wird zwei Mal im Jahr aufgefüllt. Die im letzten Jahr an das Bürgerhaus angebaute Kindertagesstätte wird ebenfalls von der Pelletheizung mit Wärme versorgt.

1300 Euro pro Jahr werden eingespart


Neben der Umwelt schont die Heizung auch den städtischen Geldbeutel: Die Ersparnis gegenüber der alten Öl­heizung beträgt zwei Cent pro Kilowattstunde und damit rund 1300 Euro pro Jahr. Umweltminister Untersteller ist überzeugt, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn das Thema Wärme einbezogen wird. Er sagte: "Die Art und Weise wie Wärme erzeugt wird, hat für die Energiewende eine große Bedeutung. 44 Prozent des baden-württembergischen Energieverbrauchs entfallen auf den Wärmesektor."

Pelletheizungen seien eine leistungs­fähige und ökologische Alternative zu Öl- und Gasheizungen, so der Umweltminister. Er lobte die Stadt Stuttgart für das richtige Vorgehen bei der Sanierung des Bürgerhauses: "Zuerst wird der Verbrauch durch moderne Wärmedämmung gesenkt, dann folgt der Einsatz von erneuerbaren Energien."

Stadt betreibt 14 Pelletheizungen

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) hatte Umweltminister Untersteller und Bürgermeister ­Pätzold zur Besichtigung der Pelletheizung im Bürgerhaus eingeladen. DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele sieht in Baden-Württemberg einen großen Markt für Pelletheizungen. Er betonte, das Potenzial der Holzpresslinge werde im Südwesten derzeit nicht ausgeschöpft: Der Jahres­produktion von rund 500.000 Tonnen stehe ein Verbrauch von rund 350.000 Tonnen ­gegenüber.

Insgesamt betreibt die Landeshauptstadt Stuttgart 14 Pelletheizungen. Verwendet werden ausschließlich Pellets aus Sägewerken in der Region. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und Transportwege kurz gehalten.

Donnerstag, 15.09.2016