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Villa Berg: Bürger diskutieren Ideen

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger sind zum ersten Workshop für ein Nutzungskonzept der Villa Berg in der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule zusammengekommen. Aufgabe war es, die bereits vorliegenden zahlreichen Ideen zu bündeln und zu verdichten.
Neben einigen bekannten Gesichtern aus der Auftaktveranstaltung waren an diesem Abend viele neue interessierte Bürger dabei. Gemeinsames Interesse aller war es, den Geist der alten Villa in ein neues Nutzungskonzept zu übertragen und zu bewahren.

Villa BergVergrößernNoch liegt die Villa Berg im Dornröschenschlaf. Foto: Leif PiechowskiNoch liegt die Villa Berg im Dornröschenschlaf. Foto: Leif Piechowski
Villa ist ein Kleinod für Stuttgart

"Dieses Gebäude ist fas­zinierend und es ist toll, dass die Bürger bei der Sanierung mit dabei sein dürfen und nicht nur ein Investor", fand Workshopteilnehmerin Kathrin Grix. Ähnlich sah es Stefanie Esders. Sie hat den Verfall des Hauses und seiner Parkanlage miterlebt: "Die Villa ist ein Kleinod für Stuttgart und wenn sie saniert wird, ist das ein Zuwachs an Lebensqualität, gerade für die Bürger in der Nähe."

Nach der Begrüßung durch Antje Grobe vom Moderationsbüro Dialog Basis und von Matthias Bertram vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung galt es für die mitwirkenden Bürgerinnen und Bürger, 287 Ideen aus der Auftaktveranstaltung zu bündeln und zu konkretisieren. Dazu diskutierten sie - aufgeteilt in drei Workshops - über die Ideen aus den Bereichen Kultur, Austausch und Begegnung sowie Park und Bewegung. Die Vorschläge wurden von den Teilnehmern als wichtig oder weniger wichtig bewertet oder auch ganz ausgeschlossen.

In zwei Themengruppen diskutiert

Bei der Gewichtung galt es mitzubedenken, ob es vorgeschlagene Ideen bereits anderswo in der Nähe der Villa oder in Stuttgart gibt und ob diese für eine Nutzung des historischen Gebäudes sinnvoll erscheinen. Jeder Teilnehmer konnte sich für zwei Themengruppen entscheiden und zu jedem Bereich wurde dann rund 40 Minuten diskutiert, bevor die Gruppen wechselten.

Das Team von Dialog Basis führte souverän und kurzweilig durch die einzelnen Workshops und bestärkte alle Teilnehmer offen miteinander zu diskutieren, was umgehend von den Anwesenden beherzigt wurde.

Über die künftige Nutzung der Villa Berg diskutierten die Bürgerinnen und Bürger in zwei Workshops.VergrößernÜber die künftige Nutzung der Villa Berg diskutierten die Bürgerinnen und Bürger in zwei Workshops. Foto: Thomas WagnerÜber die künftige Nutzung der Villa Berg diskutierten die Bürgerinnen und Bürger in zwei Workshops. Foto: Thomas Wagner
"Park und Bewegung"

So beschäftigte sich die Gruppe "Park und Bewegung" intensiv mit Ideen zur Nutzung der Außenflächen. Die Teilnehmer der Gruppe "Austausch und Begegnung" überlegten, welche Zielgruppen das Haus in Zukunft mit seinem Konzept ansprechen sollte und wie sich zum Beispiel die unterschiedlichen Interessen verschiedener Generationen miteinander in Einklang bringen lassen.

"Kultur"

Die Gruppe "Kultur" stellte sich der Frage, welcher kulturelle Schwerpunkt zukünftig zum Tragen kommen sollte. Hier wurden Ideen diskutiert für ein Haus der Musik und darstellenden Kunst oder ein Haus, das die Brücke zur Geschichte schlägt und ein Ort für den Austausch zwischen ost- und westeuropäischer Kultur sein könnte. Nach den beiden Runden in den Workshops stärkten sich die Teilnehmer bei einem kleinen Imbiss. In lockerer Atmosphäre ließen sie es sich nicht nehmen, weiter zu diskutieren. "Es ist die Chance mal seinen Mund aufzumachen und andere für die eigenen Ideen zu interessieren. Das ist bereichernd für alle", stellte Teilnehmerin Stefanie Esders in der kurzen Pause fest.

Anschließend ging es für alle wieder in die Aula der Schule. In einem offenen Austausch verdichteten sie die Ergebnisse und Rankings aus den Workshops. Welche Themen und Ideen könnten sich ergänzen, welche sich gegenseitig ausschließen?

Nächster Workshop am 20. Oktober

Nach einer lebhaften Debatte zeichneten sich zunächst zwei Grundideen ab: die eines Hauses für Musik und darstellende Künste und der Vorschlag einer Bürger-Villa als Ort der Begegnung. "Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin so lebhaft miteinander diskutieren", sagte Matthias Bertram mit Hinblick auf den nächsten Workshop am 20. Oktober.
 
Bis zum 16. Oktober besteht die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage auf dem Bürgerbeteiligungsportal der Stadt unter www.stuttgart-meine-stadt.de/villa-berg, teilzunehmen.
Donnerstag, 22.09.2016