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Frage nach ethischem Beitrag

Sie gehen mit gutem Beispiel voran: Der Eigenbetrieb leben & wohnen (ELW), die Hafen Stuttgart GmbH, der ­Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) und die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) durchlaufen unter Federführung der städtischen Wirtschaftsförderung bis Ende 2017 den Prozess der Gemeinwohlbilanzierung.

Die Gemeinwohlbilanz, Herzstück der Gemeinwohlökonomie, will ein ethisches Wirtschaftsmodell zum Wohl von Mensch und Umwelt etablieren. Der individuelle Beitrag von Unternehmen zum Gemeinwohl wird auf Basis der Gemeinwohl-Matrix definiert, mess- und vergleichbar gemacht.

Vier Pioniere

"Ich freue mich, dass vier Pionierunternehmen in puncto Gemeinwohlökonomie aktiv werden. Zumal jedes Unternehmen für einen eigenen ­Bereich steht", sagt Ines Aufrecht, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung. "Der Gemeinderat hat diesen Prozess angestoßen und die Mittel für den Einstieg in die Gemeinwohl-Bilanzierung zur Verfügung gestellt. Den Prozess begleiten wir mit Engagement."

Parkheim Berg Eigenbetrieb leben und wohnenVergrößernDas Sozialunternehmen des städtischen Eigenbetriebs leben & wohnen (ELW) schafft Lebensräume für Senioren, Pflegebedürftige und Wohnungslose. Foto: ELWDas Sozialunternehmen des städtischen Eigenbetriebs leben & wohnen (ELW) schafft Lebensräume für Senioren, Pflegebedürftige und Wohnungslose. Foto: ELW
Eigenbetrieb leben & wohnen

Das Sozialunternehmen des städtischen Eigenbetriebs leben & wohnen (ELW) schafft Lebensräume für Senioren, Pflegebedürftige und Wohnungslose. "Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir ­ermöglichen den Bewohnern in unseren Einrichtungen ein selbstbestimmtes Leben in Menschlichkeit und Würde", sagt Sabine Bergmann-Dietz, Geschäftsführerin des ELW.

Der Hafen Stuttgart will mehr Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraßen und das Schienennetz verlagern und dadurch den Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig fördern.VergrößernDer Hafen Stuttgart will mehr Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraßen und das Schienennetz verlagern und dadurch den Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig fördern. Foto: Hafen StuttgartDer Hafen Stuttgart will mehr Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraßen und das Schienennetz verlagern und dadurch den Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig fördern. Foto: Hafen Stuttgart
Hafen Stuttgart

Als trimodale Logistikdrehscheibe will der Hafen Stuttgart als wesentliches Ziel mehr Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraßen und das Schienennetz verlagern und dadurch den Umwelt- und Klimaschutz nachhaltig fördern. "Mit einem GWÖ-Einstiegsbericht wollen wir uns einen schnellen Rundum-Blick über die Gemeinwohlorientierung unseres Betriebs verschaffen und diese gegenüber unseren Partnern transparent machen", erläutert Carsten Strähle, Geschäftsführer der Hafen Stuttgart GmbH. "Das erleichtert uns, Entwicklungspotenziale für die Zukunft zu erschließen."

Die Ableitung und Reinigung von Abwasser in der Landeshauptstadt und vielen Nachbarorten der Region ist Aufgabe des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart (SES)VergrößernDie Ableitung und Reinigung von Abwasser in der Landeshauptstadt und vielen Nachbarorten der Region ist Aufgabe des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Foto: SESDie Ableitung und Reinigung von Abwasser in der Landeshauptstadt und vielen Nachbarorten der Region ist Aufgabe des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Foto: SES
Stadtentwässerung Stuttgart


Die Ableitung und Reinigung von Abwasser in der Landeshauptstadt und vielen Nachbarorten der Region ist Aufgabe des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Stuttgart (SES). "Im Kern geht es bei uns immer um den Schutz der Umwelt und die Sicherung einer urbanen Lebensqualität. Mit dem GWÖ-Einstiegsbericht machen wir nicht nur unseren Beitrag am Gemeinwohl sichtbar, sondern versprechen uns Impulse für weitere Innovationen", erklärt Wolfgang Schanz, Erster Betriebsleiter des SES, seine ­Motivation zur Teilnahme. "Pionier eines Transformationsprozesses zu sein, erhöht die Attraktivität unseres Unternehmens", ergänzt Frank Endrich, Kaufmännischer ­Betriebsleiter.

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) stellt im Auftrag der Stadt preisgünstigen und lebenswerten Wohnraum für heutige und zukünftige Generationen bereit.VergrößernDie Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) stellt im Auftrag der Stadt preisgünstigen und lebenswerten Wohnraum für heutige und zukünftige Generationen bereit. Foto: SWSGDie Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) stellt im Auftrag der Stadt preisgünstigen und lebenswerten Wohnraum für heutige und zukünftige Generationen bereit. Foto: SWSG
Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) stellt im Auftrag der Stadt preisgünstigen und lebenswerten Wohnraum für heutige und zukünftige Generationen bereit. Derzeit bietet die SWSG rund 45 000 Stuttgarter Bürgerinnen und Bürgern ein Zuhause. "Unser ­Unternehmensauftrag ist per Definition nachhaltig - und das spiegelt sich auch in unserer Strategie und deren ­Umsetzung wider", betont Samir Sidgi, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWSG. Der Einstiegsbericht sei jedoch ein willkommener Anlass, um das Thema Nach­haltigkeit noch einmal aus ­einer anderen Perspektive zu beleuchten, so Sidgi weiter: "Wir sind gespannt, welche neuen Erkenntnisse uns der Blick der Gemeinwohl-Öko­nomie liefert."


Donnerstag, 03.11.2016