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Der AWS ist für den Winterdienst gut gerüstet

Der Winterdienst wird in der Saison 2016/2017 größtenteils nach den Grundsätzen der vergangenen Jahre fortgeführt. Das betrifft Fahrbahnen, Gehwege innerhalb der geschlossenen Ortslage, Fußwege in städtischen Grün­anlagen, Verbindungswege außerhalb der geschlossenen Ortslage, Radwege und unbewachte, öffentliche Parkplätze.
Der Betriebsausschuss ­Abfallwirtschaft des Gemeinderats hat den Beschluss in seiner Sitzung am 9. November gefasst. Im Sinne des Luftreinhalte-Aktionsplans Stuttgart soll der Splitt auf gemeinsamen Geh- und Radwegen schneller entfernt werden, weil dadurch weniger Abrieb entsteht.

Der Winterdienst des AWS kann je nach Bedarf reine Sole, Feuchtsalz oder Trockenstoff auf die Straßen bringen.VergrößernDer Winterdienst des AWS kann je nach Bedarf reine Sole, Feuchtsalz oder Trockenstoff auf die Straßen bringen. Foto: AWSDer Winterdienst des AWS kann je nach Bedarf reine Sole, Feuchtsalz oder Trockenstoff auf die Straßen bringen. Foto: AWS

Für den Winterdienst auf Gehwegen und auf Radwegen setzt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (AWS) auf ausgewählten Streckenabschnitten Privatunternehmen ein. Ansonsten sind die Anlieger zum Winterdienst auf Gehwegen und gemeinsamen Geh- und Radwegen verpflichtet.

Elf Kilometer Radwege

Auf Radwegen, vor allem auf reinen oder getrennt verlaufenden Radwegen, werden ausgesuchte Strecken als "Regelwinterdienst" betrieben. Die betreuten reinen beziehungsweise getrennt verlaufenden Radwege und die betreuten gemeinsamen Geh- und Radwege durch Grünanlagen haben eine Länge von elf Kilometern. Größte Einzelstrecke ist der getrennte Geh- und Radweg Schillerweg mit rund 2,2 Kilometern Länge zwischen Unter- und Obertürkheim. Als Mittel zur Vorbeugung gegen glatte Straßen hat es sich in den vergangenen vier Wintern bewährt, reine Sole auszubringen.

Gut ausgerüstet

Die höchste Ausbaustufe am Flottenanteil des Winterdienstes ist in den vier Betriebsstellen mit zehn Kombisprayern seit zwei Jahren erreicht. Diese Streuer können sowohl reine Sole, Feuchtsalz als auch reinen Trockenstoff ausbringen.
Theoretisch kann man mit dieser Methode ein Fünftel des festen Streusalzes einsparen. Allerdings entfaltet diese vorbeugende Streuung ihre volle Wirkung nur bei bestimmten Witterungsverhältnissen, und die dafür nötigen größeren Lastwagen haben in zugeparkten Straßen Probleme, durchzukommen.

Der AWS hat seine eigenen Salzlagerkapazitäten durch drei neue Silos auf 3500 Tonnen erhöht. Als letzte Baumaßnahme wird die Siloan­lage in der Burgholzstraße bis Ende 2016 beziehungsweise Anfang 2017 durch einen Neubau ersetzt.
 
Die entsprechenden Regelungen werden Anfang Dezember im Amtsblatt bekannt gegeben.

Winterdienstkosten und Einsatztage

Im vergangenen Winter 2015/2016 sind für den Winterdienst auf Fahrbahnen Kosten von 2,184 Millionen Euro angefallen, für den Winterdienst auf Gehwegen und ausgewählten Streckenabschnitten des Radwegnetzes 1,362 Millionen Euro. Der Großteil entfällt auf die Leistungen von Winterdienstunternehmen.

Insgesamt lagen die Winterdienstkosten 2015/2016 bei 3,547 Millionen Euro. Darin enthalten sind Mehrausgaben von rund 35 000 Euro für Änderungen der Räum- und Streupflicht an Bushaltestellen.

Wegen milder Witterungsverhältnisse kam es im letzten Winter zu 39 Einsatztagen, im Vorjahr 2014/2015 zu 34 Einsatztagen. Zum Vergleich: Im Winter 2012/2013 waren es 67 Einsatztage.
Donnerstag, 17.11.2016