Aktuelles
  •  

Unterirdische Tunnelkreuzung für Fern- und S-Bahn

Im Bereich der Stuttgart-21-Tunnelzuführungen zwischen Hauptbahnhof und Bad Cannstatt entsteht eines der komplexesten Bauwerke des gesamten Bahnprojekts Stuttgart-Ulm. Im Bereich der Ehmannstraße am Rosensteinpark unterquert der neue S-Bahn-Tunnel zwischen Mittnachtstraße und Bad Cannstatt die ebenfalls unterirdisch verlaufenden Fernbahngleise.
Unterirdische Tunnelkreuzung für Fern- und S-BahnDie Baustelleneinrichtungsflächen für das Kreuzungsbauwerk befinden sich auf dem Gelände des Abstellbahnhofs. Grafik: Bahn
Mit dem Bau des hierfür notwendigen Kreuzungsbauwerks hat die Bahn vor kurzem begonnen. Voraussetzung dafür war die Genehmigung der Planänderung durch das Eisenbahn-Bundesamt. Der bergmännische Vortrieb wurde anstatt der bereits planfestgestellten offenen Bauweise notwendig, weil zwei Brutbäume des streng geschützten Juchtenkäfers gefunden wurden.

Die Planänderung stellt eine bautechnische Herausforderung dar: Die zwei sich unmittelbar berührenden Röhren entstehen im Bereich der Kreuzung bergmännisch: zunächst der S-Bahn-Tunnel in 28 Meter Tiefe, später der darauf ruhende Fernbahntunnel.

Durch die Planänderung muss die Ehmannstraße nicht verlegt werden, der Rosensteinpark bleibt somit weitgehend unangetastet. Schließlich wird der innerstädtische Straßenverkehr um etwa 6500 Lkw-Fuhren entlastet. Der Erdausbruch wird über die Fahrbahn der Tunnelröhre Richtung Zwischenangriff Nord abtransportiert. Die Planänderung verursacht Kosten in Höhe von 20 Millionen Euro.

Donnerstag, 16.03.2017