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Platz zum Üben mitten in der Stadt - Mobiler Proberaum für Bands und Musiker steht für drei Monate auf dem Leonhardsplatz

Musikern beim Üben zusehen und zuhören oder sogar selbst mit dem eigenen Instrument ein paar Tonleitern mitten in der Stadt spielen - das ist nun auf dem Leonhardsplatz möglich. Zwischen der Leonhardskirche und dem Gustav-Siegle-Haus steht seit kurzem ein "Übehaus" für Musiker, das Studierende des Instituts für Baukonstruktion und Entwerfen an der Universität Stuttgart aufgebaut haben.
Übehaus auf dem LeonhardsplatzDas Übehaus?ist aus Kästen gestapelt, die gute Akustik bieten und schnell auf- und abgebaut werden können. Foto: Karl Semle/Stadt Stuttgart
Die von der Architekturstudentin und Tubistin Nicola Missel entworfene Holzkonstruktion soll drei Monate auf dem Leonhardsplatz stehen. Danach ist geplant, die mobile Konstruktion auseinanderzubauen und an anderen Stellen der Stadt und der Region wieder zu errichten.

Peter Cheret, Architekt und Professor an der Universität Stuttgart, erklärt das Konzept so: "Dieser mobile Proberaum für Stuttgart verlagert das Üben in den öffentlichen Raum und führt so zu einem städtischen Musikdialog. Interessierte Passanten können die Musiker beim Proben beobachten." Und am Leonhardsplatz gibt es wahrlich hochkarätige Musiker zu hören: Unter anderem werden Mitglieder der Stuttgarter Philharmoniker und Gäste des benachbarten Jazzclubs BIX das Übehaus zum Musizieren nutzen.

Auch in das Kulturkonzept der Stadt passt das Übehaus gut hinein. "Solche temporäre, gemeinschaftlich nutzbare Pop-up-Räume sollen auch als Treffpunkt fungieren", erläutert Kulturamtsleiterin Birgit Schneider-Bönninger. "Das Kulturamt begleitet im Rahmen seines Zukunftslabors kulturelle Stadtinterventionen."

Das Institut für Baukonstruktion und Entwerfen plant bereits weitere Begegnungsräume im öffentlichen Raum. Sie sollen das Leben in den Stadtteilen bereichern und damit die Möglichkeiten für Kontakte zwischen Kulturschaffenden und Bevölkerung verbessern.
Donnerstag, 01.06.2017