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Neu am Pragsattel: Haltestelle wirbt für Mercedes-Benz Bank

  • Schon über 50 werbliche Namensergänzungen bei der SSB
 
Die Fahrgäste der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) können vor der Haltestelle Pragsattel jetzt buchstäblich aufhorchen: Die Haltestellenansage in den gelben Stadtbahnzügen gibt nicht nur wie gewohnt den Namen Pragsattel bekannt, jetzt folgt der akustische Zusatz "Mercedes-Benz Bank". In nicht weniger als fünf Stadtbahnlinien der SSB macht das private Bankhaus somit nun auf sich aufmerksam.

Möglich macht dies das Angebot "Werbliche Namensergänzungen" der SSB, das seit 2003 besteht. Die Firmen und Einrichtungen wollen mit dieser zusätzlichen Vor-Ort-Information auf sich und die gute Erreichbarkeit mit dem Nahverkehr aufmerksam machen.

Neu am Pragsattel: Haltestelle wirbt für Mercedes-Benz BankFranz Reiner (rechts), Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank, und Eberhardt Kurtz von der Fahrgastinformation der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) haben die neue Haltestellentafel enthüllt. Foto: SSB AG
"Die Mercedes-Benz Bank war mit ihrem neuen Firmensitz schon 2002 einer der Pioniere auf dem Stuttgarter Pragsattel. Wir freuen uns, dass das Areal weiter ausgebaut wird, an Attraktivität gewinnt und viele Menschen anzieht. Vor allem unsere Mitarbeiter sind sehr stolz, dass die Haltestelle ab jetzt unseren Namen trägt", sagt Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank.

"Viele Unternehmen sind von dem Angebot der Namensergänzung überzeugt, sei es zu Werbezwecken, als Verkehrshinweis oder als Bekenntnis für umweltfreundliche Mobilität", so der Unternehmensbereichsleiter Betrieb der SSB, Nils Himmelmann. Bei solchen Namensergänzungen werden die Firmennamen, in Klammern gesetzt, der Haltestellenbezeichnung angefügt. Im Stadtbahnverkehr der SSB erscheint die Mercedes-Benz Bank nun auf Schildern, auf digitalen Plänen im Internet, und sie wird in den Fahrzeugen angesagt.

Inzwischen haben über 50 Haltestellen von Bus und Stadtbahn im Nahverkehrsnetz der SSB werblich motivierte Namenszusätze. Zu den jüngsten Ergänzungen gehören die Stadtbahnhaltestellen Rotebühlplatz ("Das Gerber") und Erwin-Schoettle-Platz (Marienhospital).

Starker Publikumsverkehr ist Voraussetzung

Voraussetzung für eine werbliche Namensergänzung ist die unmittelbare Lage der Einrichtung an einer Haltestelle und ein starker Publikumsverkehr. Die Unternehmen bezahlen neben den Werbungskosten auch die Kosten für die Umgestaltung und Integration der Information vor Ort und die Kosten für die Änderungen in den Ansagen.

Die Werbekosten richten sich nach der Lage der Haltestelle und deren Bedeutung im Netz. Allein schon aus Platzgründen können die Namenszusätze in den Fahrplänen und in den Informationseinrichtungen im Fahrzeug nicht aufgenommen werden. Als so genannte "Points of interest" (POI) werden Namensergänzungen aber im Internet, in der Fahrplanauskunft und in der digitalen Karte des VVS geführt.

Die Verträge mit den Firmen werden in der Regel mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Änderungen beispielsweise wegen Umzugs müssen die Unternehmen tragen.

Wichtiger Knoten Pragsattel

An der Haltestelle Pragsattel treffen nicht weniger als fünf Linien der SSB zusammen: die Stadtbahnlinien U6, U7, U13 und U15 sowie die Buslinie 57. Die Verkehrsströme aus dem Norden von Stuttgart mit Stammheim, Zuffenhausen und Freiberg/Mönchfeld kreuzen sich hier mit denen aus dem nordwestlichen Umland mit Gerlingen und den nordöstlichen Stadtteilen Bad Cannstatt, Untertürkheim und Hedelfingen. Gleichzeitig bestehen attraktive umsteigefreie Verbindungen zum Europaviertel, Hauptbahnhof, südliche City, Ostfildern, Degerloch, Möhringen, Fasanenhof und in Zukunft auch mit dem Flughafen/Messe.

Im Lauf von 2019 soll die weitere Tangentiallinie U16 dazukommen. Rund 18.000 Fahrgäste nutzen täglich (werktags) die Haltestelle, davon sind etwa 11.000 Personen Umsteiger. Die Tendenz ist steigend, denn durch das Theaterhaus und das Varieté Friedrichsbau sind neue Nutzergruppen hinzugekommen.

Den Pragsattel als Straßenbahnknoten, damals Pragwirtshaus genannt, gibt es schon seit 1909, als hier erstmals die Linien von Cannstatt nach Feuerbach und vom Nordbahnhof nach Zuffenhausen zusammentrafen. Der Standort war für die SSB schon damals so wichtig, dass 1924 ein großzügiger Betriebshof mit Wagenhalle und mehrere stattliche Dienstwohnhäuser für die Straßenbahner direkt am Pragsattel errichtet wurden.

Die heutige Haltestellenanlage in halboffener Tieflage, sonnig und grün, mit hochwertigem Naturstein, entstand 1990 wegen der Einführung der heutigen Stadtbahn und passend zur Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) in Stuttgart. Den Wettbewerb für die Haltestelle hatte die Architektengemeinschaft Siedler/Fränkel gewonnen. Vom Verkehrsaufkommen her gehört der Pragsattel zu den wichtigsten zehn Verkehrsknoten der SSB.

(Quelle: Stuttgarter Straßenbahnen AG)

Donnerstag, 29.06.2017