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OB Kuhn weiht neues ZSW-Institutsgebäude ein

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am 5. Juli gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut das neue Institutsgebäude des Zentrums für Sonnenenergie-und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) eingeweiht.

OB Kuhn weiht neues ZSW-Institutsgebäude einEinweihung des neuen ZSW-Institutsgebäudes in Vaihingen: Vor dem Gebäude stehen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, ZSW-Vorstand Frithjof Staiß und Christian Mohrdieck, Leiter Antriebsentwicklung Brennstoffzellen System bei der Daimler AG. Foto: Leif PiechowskiDer OB sagte: "Für das Institut und die Stadt Stuttgart ist heute ein Glückstag. Die Systematischen Analysen des ZSW in den Bereichen Speichertechnologie und Energieeffizienz sind von elementarer Bedeutung, damit Städte die Energiewende schaffen können. Wir haben in Stuttgart das Energiekonzept "Urbanisierung der Energiewende" erarbeitet. Die Energiewende soll dabei in einer Großstadt verwirklicht werden, was eine besondere Herausforderung ist. Wir wollen im Jahr 2050 eine ehrlich emissionsfreie Stadt sein - das heißt mit Berücksichtigung des Verkehrs. Bisher sind wir dafür in Stuttgart auf einem guten Weg. Und die Forschungen des ZSW helfen uns."

Infrastruktur für die Energiewende

Die Wissenschaftler verfügen nun über mehr Platz und eine verbesserte Infrastruktur zur Forschung für die Energiewende. Im neuen Gebäude in der Meitnerstraße 1 in Stuttgart-Vaihingen befinden sich unter anderem neue Analytikgeräte und Beschichtungsanlagen für die Photovoltaik, die Entwicklung der Stromspeichertechnologie Power-to-Gas hat ebenfalls Raum.

"Mit dem ZSW verfügt Baden-Württemberg über ein national und international herausragendes Forschungsinstitut, das mit seinem interdisziplinären Forschungsansatz Antworten auf viele Fragestellungen der aktuellen Klima- und Energiedebatte liefert", sagte Nicole Hoffmeister-Kraut. "Mit der Förderung des Institutsneubaus sowie unserer institutionellen Grundförderung investieren wir in die Zukunft und schaffen für Wirtschaft, wirtschaftsnahe Forschung und Beschäftigte wertvolle Perspektiven."

Forschung von Photovoltaik bis Brennstoffzellen

Der Energiebedarf des Gebäudes wird zu einem großen Teil aus klimaschonenden Quellen gedeckt: Durch 32 Erdwärmesonden und 357 Solarmodule in der vom ZSW entwickelten CIGS-Dünnschichttechnologie. "Wir arbeiten daran, Photovoltaikmodule von der Rolle zu entwickeln, die die Solarenergie preiswerter machen", betonte Frithjof Staiß, der geschäftsführende ZSW-Vorstand. "In diesem Bereich steckt noch viel Entwicklungspotenzial. Zudem forschen wir unter anderem an Batterien, die billiger und langlebiger werden sollen."

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 90 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte.