Aktuelles
  •  

"Bündnis für Wohnen" tagt im Rathaus

Das "Bündnis für Wohnen" ist am Mittwoch, 12. Juli, zu seinem vierten Treffen zusammengekommen. 30 Vertreter von Unternehmen, Baugenossenschaften und Verbänden trafen sich auf Einladung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn im Rathaus zum Austausch mit der Verwaltung. Die Mitglieder des Bündnisses haben sich 2016 verpflichtet, gemeinsam bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und sozialen Wohnraum zu erhalten und auszubauen.
OB Kuhn bekräftigte zu Beginn seine Forderung eines "Wachstums nach Stuttgarter Maß". So sollen in Stuttgart 1800 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden, 600 davon im geförderten Wohnungsbau. Prinzipien des Bauens sind laut Kuhn die "gute Verdichtung, gute Anschlüsse an den öffentlichen Nahverkehr und eine gute Umsetzung".

'Bündnis für Wohnen' tagt im RathausAuf Einladung von OB Fritz Kuhn waren 30 Vertreter von Unternehmen, Baugenossenschaften und Verbänden ins Rathaus gekommen. Foto: Ferdinando Iannone
OB Kuhn unterstrich, dass die Stadt weiterhin nicht "auf dem Acker bauen wird". Die Hälfte der Stadtfläche sei Grünland, dies gehöre zu Stuttgarts Markenzeichen. Im Gegensatz zu Städten wie München und Frankfurt könne Stuttgart nicht expandieren. Dafür fehlten einerseits die Flächen, andererseits habe in anderen Städten die Expansion in die Außenbereiche die Marktpreise nicht gedämpft. Kuhn verwies auf Zeitstufenliste Wohnen, die in der "Innenentwicklung" ein Potential von 24.000 Wohnungen benennt.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Stuttgarter Wohnungsunternehmen, Thomas Wolf, sagte: "Diese Zeitstufenliste müssen wir zügig angehen. Gerade, weil immer mehr Menschen nach Stuttgart ziehen und zugleich die Grundstückspreise explodieren. Ich wünsche mir eine entscheidungsfreudige Verwaltung, zugleich spüre ich, dass der Geist des "Bündnis für Wohnens" bei der Arbeitsebene ankommt. Klar ist, dass wir die gesamte Region für unsere Bemühungen gewinnen müssen."

Themen dieser Arbeitssitzung waren "Planungsstand und Vergabeverfahren wichtiger Grundstücke", "Belegungsrechte durch Wohnungsunternehmen und Baugenossenschaften", die "Erfolgsgeschichte der energetischen Gebäudemodernisierung sowie "Mobilitätskonzepte". Zwei Arbeitskreise hatten die Plenumssitzung vorbereitet. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, hat den Arbeitskreis I "Bebauungspläne, Baurecht, Baugenehmigungsverfahren, Mobilisierung von Grundstücken" geleitet, der Erste Bürgermeister Michael Föll den Arbeitskreis II "Wohnbauförderung, Erhalt der Belegungsbindungen sowie Wohnungsbelegungen, weitere Finanzierungsmodelle".

Weitere Informationen:

Bündnis für Wohnen: Eckpunkte für den Wohnungsbau in Stuttgart (PDF)
Mittwoch, 12.07.2017