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Grün für den Mailänder Platz: Architektur-Wettbewerb für Hotel-Turm bei der Stadtbibliothek entschieden

Der von der Strabag Real Estate GmbH (SRE) für ihr Projekt "Turm am Mailänder Platz" neben der Stadtbibliothek ausgelobte Architektur-Wettbewerb ist entschieden. Die städtischen Vertreter in der Jury hatten vor allem eine begrünte Fassade zum Thema gemacht.
Städtebaubürgermeister Peter Pätzold, selbst ebenfalls Jury-Mitglied, Uwe Jaggy, SRE-Bereichsleiter Stuttgart, und der Jury-Vorsitzende und Präsident der Architektenkammer Baden Württemberg, Markus Müller, stellten am 13. Juli die drei erstplatzierten Entwürfe vor. Der erste Platz ging an RKW Architektur +, Düsseldorf, der zweite Platz an mhm architects, Wien, und den dritten Platz belegte das Büro Kleihues + Kleihues, Berlin.

Architektur-Wettbewerb für Hotel-Turm bei der Stadtbibliothek entschiedenDer erste Platz ging an RKW Architektur +, Düsseldorf, der zweite Platz an mhm architects, Wien, und den dritten Platz belegte das Büro Kleihues + Kleihues, Berlin. Visualisierungen: Strabag Real Estate GmbH
Mit der Jury-Entscheidung ist der Auswahlprozess jedoch nicht abgeschlossen, da alle drei Büros ihre Entwürfe noch überarbeiten müssen. Die abschließende Entscheidung, welcher der Entwürfe Grundlage für den Bau des Gebäudes wird, fällt voraussichtlich im August. Das Baugesuch für den Turm am Mailänder Platz will die SRE bis Anfang 2018 einreichen. Baubeginn könnte Mitte 2018 und Fertigstellung 2020 sein.

Für Bürgermeister Pätzold war der Wettbewerb sehr wichtig, da das neue Gebäude die drei möglichen Hochhäuser in dem Gebiet nach dem Cloud No. 7-Gebäude und der LBBW komplettiert. In der unmittelbaren Nachbarschaft zur Stadtbibliothek war unter anderem die Gestaltung der Fassade ein wichtiger Punkt. Für viel Diskussionsstoff sorgte die städtische Forderung nach einer begrünten Fassade.

Die zweiten und dritten Preisträger lösen die Fragestellung mit einem ausgedehnten, möglichst öffentlich zugänglichen, Dachgarten auf dem Sockelgebäude. Der Siegerentwurf nimmt die typische Stuttgarter Gegebenheit mit Weinberghängen mitten in der Stadt auf: Eine unregelmäßige Fassade aus Bruchstein mit Vorsprüngen und "Löchern", in denen Weinreben wachsen. Ob allerdings Reben als Tiefwurzler tatsächlich geeignete Pflanzen an einer Fassade sind, muss noch geprüft werden.

Im Turmgebäude soll ein Appartementhotel mit rund 180 Zimmern Platz finden, im Sockelgebäude ein Hotel mit etwa 270 Zimmern. Im Erdgeschoss sind Läden und Gastronomie geplant.

Die Wettbewerbs-Entwürfe sind noch bis 31. Juli im Stadtplanungsamt, Eberhardstraße 10, zu sehen.
Donnerstag, 13.07.2017