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Außergewöhnliches Engagement

Seit der Jugendratswahl 2008 kann sich in allen 23 Stadt­bezirken der Landeshauptstadt ein Team junger, engagierter Leute für die Belange der Jugendlichen einsetzen. Alle zusammen bilden den Jugendrat Stuttgart.
JugendgemeinderatWollen die Stadt mitgestalten:?Die Stuttgarter Jugendräte, hier bei der Begrüßung durch OB Kuhn im März 2016. Foto: Martin Lorenz
Seit 2016 sind sie im Amt, am Donnerstag hatten sie Gelegenheit, ihre Arbeit im Gemeinderat vorzustellen: Die aktuellen Jugendräte der Stadt Stuttgart. Und wenn man den beiden Sprechern Marius Gschwendtner und Firat Yirdukal zuhört, wird schnell klar: Die 43 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren wollen viel bewe­gen - und haben auch schon einiges erreicht. So geht das neue kostengünstige Ausbildungs-Abo des VVS auf eine Initiative des Jugendrats zurück, ebenso die Einrichtung der Buslinie 64 zur Waldebene Ost.

Die Aktionen der Jugendlichen sind vielfältig: Sie setzten sich für den Bau der Calisthenics-Anlage am Südheimer Platz ein, bauten einen Unterstand für Jugendliche in Münster und verschönerten städtische Mülleimer in Bad Cannstatt, Stuttgart-Süd und -West mit Street Art Graffiti. Mit ­einer Kleidertauschparty für ­Jugendliche auf dem Marienplatz wollten sie ein Zeichen setzen gegen die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. Ideen für Anfragen und Anträge haben die Jugendräte zuhauf. Ganz oben auf der Agenda steht beispielsweise der Wunsch nach einem Jugend­ticket für Menschen zwischen 14 und 18 Jahren - diese Gruppe werde bei der Preisgestaltung des ­Öffentlichen Personennahverkehrs bislang nicht berücksichtigt. Auch ein neues Nachtverkehrskonzept, das neben Nachtbussen und S-?Bahnen auch die Stadtbahnen miteinschließt, wird aktuell erarbeitet. Bedarf gibt es nach Ansicht der Jugendräte auch für ein stadtbezirksübergreifendes "Haus der Jugendkulturen" als Ergänzung für die bereits bestehenden Jugendhäuser. Es soll Ateliers, Proberäume und Bühnen bieten.

Die "großen" Gemeinderäte waren sich einig: Der Jugendrat leiste großartige Arbeit und trage zu einem gesunden demokratischen Klima bei. Vertreter verschiedener Fraktionen wünschten sich zudem noch mehr Anträge von den Jugendlichen.
Freitag, 21.07.2017