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Geld für Trockenmauern im Weinbau

Mit dem Weinbau, speziell mit den Sanierungen von Trockenmauern, haben sich in den vergangenen Wochen der Ausschuss für Umwelt und Technik, der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen sowie der Verwaltungsausschuss befasst. Sie nahmen unter anderem von der Auswertung des Förderprogramms zum Erhalt der vom Weinbau geprägten Kulturlandschaft in Stuttgart Kenntnis und ergänzten die Förderrichtlinien. Dabei nahmen die Ausschussmitglieder auf Anträge von CDU, Grünen und SPD hin auch Änderungen an der Vorlage der Stadtverwaltung vor.
TrockenmauernTrockenmauern, wie hier im Bereich von Mühlhausen, sind ein prägendes Element der Stuttgarter Rebflächen. Foto: Karl Semle
So strichen die Ausschüsse die Formulierung in der Vor­lage, dass die Sanierung von natürlichen Felsbildungen als zusätzlicher Fördertatbestand in die Förderrichtlinie aufgenommen werden soll. Da die Felssanierung anderweitig benötigte Finanzmittel des Programms binden würde, wurde angeregt, ein entsprechendes Gutachten abzuwarten beziehungsweise Felssanierungen als projektbezogene Sonder­finanzierungen zu behandeln. Diskussionen gab es auch bei der Verwaltungsmeinung, die Antragsteller müssten einen Eigenanteil von 15 Prozent der Kosten tragen, wenn sie bei der Sanierung von Trockenmauern oder Staffeln ­keine Eigenleistungen erbringen. Hier beschlossen die Ausschüsse stattdessen einen Alternativvorschlag der Verwaltung, dass die Fundamentierung gesondert in die Förderrichtlinien aufgenommen wird. Das ist bisher nicht der Fall, sondern wird mit einer Pauschale für die Ansichtsfläche der Mauer abgedeckt.

Für die Erschließung der Hohen Halde in der Variante Talweg erarbeitet die Verwaltung ein Nutzungs- und Bewirtschaftungskonzept sowie eine Wiederaufbauplanung mit Kostenschätzung.
Das Tiefbauamt wollte das Vorhaben ursprünglich zur Wunschliste zum Doppelhaushalt 2020/2021 anmelden. Die Ausschüsse beschlossen jedoch, dass die ­Investitionen schon für den Doppelhaushalt 2018/2019 angemeldet werden sollen.

Der Gemeinderat hat für das Förderprogramm in den Jahren 2014 bis 2018 je 600 000 Euro zur Verfügung gestellt. Aus den Mitteln werden gemäß den Beschlüssen zum Förderprogramm neben den Sanierungsmaßnahmen an Trockenmauern auch die Personalkosten für die Abwicklung des Förderprogramms, die Unterhaltung von Wegen und Wandeln auf der Wangener Höhe sowie die Erschließungsplanung für die Hohe Halde in Rohracker gedeckt. In den Jahren 2014 bis 2016 förderte die Stadt 22 von 35 Anträgen auf Fremdleistung ganz oder teilweise (2062 Quadratmeter) sowie 35 von 37 Anträgen auf Eigenleistung (555 Quadratmeter).
Donnerstag, 20.07.2017