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Allianz Neubau in Vaihingen: Frischer Entwurf überzeugt Jury

Die Allianz Deutschland AG will einen dreistelligen Millionenbetrag in eine neue Zentrale in Vaihingen investieren. Das Dortmunder Planungsbüros Gerber Architekten soll die Gebäude mit Platz für 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter planen. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, lobte den Entwurf, mit dem das Planungsbüro am Freitag, 21. Juli, das Preisgericht einstimmig überzeugen konnte.

Allianz Neubau in Vaihingen: Frischer Entwurf überzeugt JuryFoto: Dortmunder Planungsbüros Gerber Architekten
Bürgermeister Pätzold sagte: "Es ist erfrischend, dass auch die Vertreter der Allianz im Preisgericht nicht den üblichen Bürobau bevorzugt, sondern sich selbst eine moderne Formensprache gewünscht haben." Er sehe den Entwurf als angemessenen Auftakt für den Synergiepark, so Pätzold weiter.

Mit der Entscheidung des Preisgerichts steht fest, welche Form der Gebäudekomplex auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Heßbrühlstraße in Vaihingen annehmen soll. In einer ganztägigen Sitzung wurde der Entwurf des Dortmunder Planungsbüros Gerber Architekten einstimmig zum Sieger erklärt. Der Jury für den im März ausgelobten Planungswettbewerb gehörten neben Vertretern der Allianz als Bauherrin und Investorin auch Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie renommierte Architekturexperten an.

Für Fußgänger durchlässige Gebäudestruktur

Das Büro Gerber Architekten hat sich unter anderem mit Hochschulbauten und Bibliotheken weltweit einen Namen gemacht. Sein Entwurf überzeugte die Preisrichter mit seiner zeitgemäßen Formensprache und mit der Erfüllung der klimatologischen und städtebaulichen Vorgaben. Er punktete mit einer offenen, für Fußgänger durchlässigen Gebäudestruktur und organisch anmutenden Formen. "Dieser gelungene Entwurf schafft lebendige Räume für neue Formen der Zusammenarbeit, die wir im digitalen Zeitalter brauchen", unterstrich Allianz Standortleiter Rainer Hagenbucher. Der Gebäudekomplex setzt sich aus fünf unabhängigen Elementen zusammen, die unterirdisch miteinander verbunden sind. Große Innenhöfe versorgen den Verbindungsbereich mit Tageslicht.

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Kaspar Kraemer, lobte den frischen Auftritt und die selbstbewusste, klare Formensprache des Entwurfs. "Für das Ensemble sprechen die Übergänge zu den Grünflächen im Süden, die zugleich als Luftschneisen dienen", so der Kölner Architekt. Im Norden gruppieren sich die Gebäudeelemente um einen Platz, der sich zur Heßbrühlstraße in Stuttgart-Vaihingen öffnet. Zentrales Gestaltungselement des Platzes ist eine schöne alte Eiche, die mit einem geschätzten Alter von rund 100 Jahren ein Wahrzeichen des Stadtbezirks ist. Auf diese Weise bleibt der Baum erhalten und zugleich für die Anwohner zugänglich.

Nach der Sommerpause soll der Entwurf im städtischen Ausschuss für Umwelt und Technik und im Bezirksbeirat Vaihingen vorgestellt werden.