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Neues Schuljahr beginnt: Einschulungsfeiern für 4629 Stuttgarter Erstklässler

Weckerklingeln statt Ausschlafen, Stundenplan statt Freizeit - das neue Schuljahr startet. Während manche Schüler noch der Ferienzeit nachträumen, beginnt für 4629 Stuttgarter Erstklässler ein aufregender, schon lange mit Spannung erwarteter Lebensabschnitt.

Insgesamt sind 30.910 Schülerinnen und Schüler für die ­öffentlichen Grundschulen, Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Sonderschulen in Stuttgart prognostiziert - rund 360 mehr als im letzten Schuljahr, so die Direktorin des Staatlichen Schulamts, Ulrike Brittinger. Die Zahl der Gymnasiasten ist laut Regierungspräsidium mit rund 16.300 ebenfalls leicht gestiegen.

'Sicher zu Fuß zur Schule'Achtung, ABC-Schützen: Mit dem neuen Schuljahr beginnt für 4629 Stuttgarter Erstklässler ein aufregender, schon lange mit Spannung erwarteter Lebensabschnitt. Foto: simoneminth/www.fotolia.de
Von den Erstklässlern kommen 4491 in die Grundschule, davon 65 Kinder inklusiv mit einem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot. Außerdem beginnen 138 Mädchen und Jungen in einem Sonderpädagogischen Bildung- und Beratungszentrum. Die Einschulungsfeiern sind von Mittwoch bis Samstag, 13. bis 16. September.

Ein wichtiger Bereich der Schulplanung sind die Vorbereitungsklassen. Hier geht die Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen und der Asylbewerber leicht zurück, die der Zuwanderer aus an­deren Gründen bleibt relativ konstant. Im Bereich des Staatlichen Schulamts Stuttgart sind für das neue Schuljahr 16 Klassen weniger eingerichtet worden. So gibt es nun 102 Klassen an 55 Stand­orten. Damit könnten rechnerisch bis zu 2450 Schüler unterrichtet werden.

Im letzten Schuljahr haben rund 2000 Schüler die Vorbereitungsklassen besucht. Ein Teil konnte in die Regelklassen integriert werden, zugleich wurden neu zugezogene Kinder und Jugendliche aufgenommen. Noch im Juli waren rund 1400 Schüler in den Vorbereitungsklassen. Der Anteil der Geflüchteten und Asylbewerber betrug 62,7 Prozent, im Vorjahr 65 Prozent.

Aktion "Sicherer Schulweg 2017" gestartet

An der Rappachschule in Weilimdorf haben ABC-Schützen am Dienstag schon mal geübt, was auf dem Schulweg alles zu beachten ist. In den nächsten Wochen besuchen die Beamten der Verkehrserziehung alle Stuttgarter Grundschulen.

Rücksicht nehmen und aufmerksam seinVon Polizei und Zebra lernen: Beim Aktionstag 'Sicherer Schulweg' wurde den Kindern gezeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist und worauf sie besonders achten müssen. Foto: Ferdinando Iannone
"Verkehrsunfälle mit Kindern zu verhindern, ist eines der wichtigsten Ziele unserer Präventionsarbeit. Daher bin ich froh, dass sich alle wichtigen Institutionen in Stuttgart bereits seit vielen Jahren zusammengetan haben, um Schulwegunfälle zu vermeiden", betonte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer, der die Schirmherrschaft für die Aktion Sicherer Schulweg übernommen hat.
"Hochrechnungen sagen voraus, dass wir künftig wieder mehr Schulkinder haben werden - das bedeutet für uns heute schon, diese Entwicklungen zu berücksichtigen und unsere erfolgreichen Programme zur Reduzierung von Schulwegunfällen weiterzuführen", so Schairer.

Erfreulicherweise ist die Zahl der Schulwegunfälle in Stuttgart von 25 (2015) auf 19 im letzten Jahr gesunken, sagte der Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium, Ludwig Haupt. "Dennoch ist jeder Schulwegunfall einer zu viel. Deshalb appelliere ich an die Rücksichtnahme gegenüber Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr."

Der Vorstandsvorsitzende des ADAC Württemberg, Dieter Roßkopf, warnte die Eltern vor der zunehmenden Gefahr im Straßenverkehr durch Ablenkung. Werde der Blick bei einer Geschwindigkeit von zirka 50 Stundenkilometern nur etwa zwei Sekunden von der Straße abgewendet, würden rund 30 Meter regelrecht im Blindflug zurückgelegt. In Sachen Schulweg werde das Problem dadurch verschärft, dass auch immer mehr Erstklässler mit Smartphone unterwegs sind. "Abgelenkte Autofahrer plus abgelenkte Kinder - wenn dieser Trend zunimmt, kann das dramatische Folgen haben".

Bei der Aktion "Sicherer Schulweg" üben die Erstklässler aller Grundschulen das richtige Verhalten im Straßenverkehr - zunächst in der Theorie, dann praktisch im Straßenverkehr. Die Polizei überwacht außerdem die empfohlenen Schulwege, Fußgängerüberwege, Geh- und Radwege. Auch die Sicherheit in den sogenannten "Eltern-Taxis" wird kontrolliert. Darüber hinaus achten die Beamten auf das Verhalten der Autofahrer an Haltestellen und beim Parken im engeren Schulumfeld.

Schulwegpläne und Sicherheitstipps

Die Schulwegpläne für die Stuttgarter Schulen stehen nach Stadtbezirken geordnet unter www.stuttgart.de/schulwegplan. Hier gibt es außerdem den Flyer "Tipps und Hinweise für einen sicheren Schulweg" in sieben verschiedenen Sprachen als Download. Weitere Informationen und Publikationen zu den Schulen in Stuttgart stellt die Stadt unter www.stuttgart.de/schule zur Verfügung.

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ermuntern zum Schulbeginn wieder alle Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zurückzulegen. Zugleich appellieren sie an die Eltern, ihre Kinder dabei zu unterstützen. Nur so lasse sich ein souveränes Verhalten im Straßenverkehr trainieren.

Erfahrungen im Straßenverkehr vertiefen, aber auch die Vorteile des Zu-Fuß-Gehens entdecken, können Kinder während der Aktionstage "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" vom 18. bis 29. September. Informationen dazu und weitere Tipps gibt es unter www.zu-fuss-zur-schule.de.

Vesperdosen und Umwelttipps zum Schulanfang

Traditionell verteilt die Umweltberatung des Amts für Umweltschutz Vesperdosen an die Schulanfänger, um zu zeigen, wie sie sparsam mit Rohstoffen umgehen und Abfälle wie Alufolie und Plastiktüten vermeiden können. Jedes Kind kann darüber hinaus einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und zum Vorbild für Mitschüler und Mitschülerinnen werden, wenn es beim Kauf von Heften, Stiften und anderen Schulmaterialien auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte achtet.

Damit sich Schüler und Eltern bei der großen Auswahl besser zurechtfinden, gibt die Umweltberatung Tipps zum Schulanfang.

Donnerstag, 07.09.2017