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Dank für Verdienste um Gemeinwohl: Stadt zeichnet vorbildliche engagierte Arbeit aus

Die Landeshauptstadt Stuttgart verleiht seit 2004 die Ehrenmünze, um ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihren besonderen Einsatz zu danken. Die Auszeichnung wird auf der Ebene der Stadtbezirke vergeben. Seit ­unserer letzten Veröffentlichung im Juni 2017 sind 19 neue Ehrenmünzenträger dazugekommen.

Botnang:

Udo Nehr, Jürgen Schäfer und Juergen Rolf Spingler engagieren sich alle in hohem Maße für den Botnanger Ortsbus (BOB). Der seit 2010 betrie­bene, rein ehrenamtliche Bürgerbus ist ein Erfolgsprojekt im Stadtbezirk. Jeder der drei Ehrenmünzenträger hat sich auf seine Weise eingebracht. Busunternehmer Udo Nehr hilft mit seinem Berufswissen nicht nur bei der Auswahl der Fahrzeuge, sondern auch bei Reparaturen oder Versicherungsfragen. Jürgen Schäfer koordiniert die Einsätze der ehrenamtlichen Fahrer und sitzt auch oft selbst hinterm Steuer des BOB. Juergen Rolf Spingler schließlich ist, neben anderen Ehrenämtern, seit 2012 Vorsitzender des Botnanger Bürgervereins, der Träger des BOB ist.

Feuerbach:

Gert Dannenmann ist vielfältig engagiert. Zu den rund 60 Ehrenämtern, die er im Laufe von fünf Jahrzehnten ausgeübt hat, gehören unter anderem die Präsidentschaft des American Football Verbands Deutschland von 1992 bis 1996 und der Vorsitz bei der Bürgerinitiative Pro Feuerbach seit 2006. Besonders setzt er sich für Kinder und Jugendliche ein, beispielsweise in der IG Kinderbetei­ligung der Stadt Stuttgart.

Fritz Schulter hat über Jahrzehnte den Stadtbezirk mitgestaltet, unter anderem wirkte er 37 Jahre für die SPD im Bezirksbeirat mit. Er organisierte zudem unter anderem 20 Jahre lang ein monatliches Treffen für Senioren. Zudem war Fritz Schulter 16 Jahre lang Schöffe beim Amtsgericht. Fritz Schulter starb am 18. August dieses Jahres.

Gerhard Zeeb gehört seit 37 Jahren dem Bürgerverein an. In seiner Zeit als dessen Vorsitzender haben sich die Mitgliederzahlen steil nach oben entwickelt. Außerdem engagiert er sich in der Mauritius-Kantorei, war 18 Jahre lang Mitglied des Kirchengemeinderats der evangelischen ­Gustav-Werner-Kirche und ist aktives Mitglied der Sportvereinigung, unter anderem leitet er "Kultur-Wandern-Radfahr-Team"

Hedelfingen:

Waltraud Bücheler ist gelernte Schriftenmalerin und setzt ihr gestalterisches Talent seit vielen Jahrzehnten bei zahlreichen Ausstellungen, Aufführungen und Festveranstaltungen im Stadtbezirk ein. So hat sie beispielsweise zusammen mit Schulkindern die Außenfassade der Sporthalle am Steinenberg gestaltet und verkauft regelmäßig Kunstwerke zugunsten der Kirchenmusik in Hedelfingen.

Mühlhausen:

Fritz Herbert wirkt seit Jahrzehnten in zahlreichen Ehrenämtern. 1974 war er am Aufbau der Jugendfarm Freiberg/Rot beteiligt. Dort können Kinder soziales Miteinander im Zusammenspiel mit Tieren üben. Seit 1976 ist er dort Vorstandsmitglied, seit 2010 Ehrenvorsitzender. Außerdem hat er sich unter anderem beim Bürgerverein, beim Internationalen Bürgerfest und im Bezirksbeirat Mühlhausen eingebracht.

Raimund Stetter ist seit der Gründung der "Hofener Scillamännle" 1994 mit großem Engagement bei allem dabei, was einer der bedeutendsten Fasnetsvereine Stuttgarts auf die Beine stellt. Außerdem engagiert er sich im Bereich der Winzer, unter anderem bei der Mostprämierung und bei den Steillagentagen.

Vaihingen:

Roland Butteweg kam am 30. Juni 1992 ins Bezirksrathaus Möhringen, um sich über das damals neue Betreuungsrecht zu informieren. Mit etwa 20 anderen Interessierten gründete er noch an diesem Tag den Betreuungsverein Stuttgart-­Filder und wurde zum Vorsitzenden gewählt - was er 25 Jahre später immer noch ist. Ehrenamtlich kümmert er sich darum, dass der Verein seine Aufgaben in der gesetzlichen Betreuung wahrnehmen kann.

Wangen:

Walter Kießling liegt vor allem der Natur- und Landschaftsschutz am Herzen. Als Sachkundiger Einwohner für die Belange der Landwirtschaft im Bezirksbeirat und darüber hinaus hat er sich für die Brunnen und Bäume in Wangen eingesetzt. So gäbe es etwa ohne sein Engagement die 100 Jahre alte Schillerlinde in Wangen nicht mehr.

Charlotte und Enrico Giacomini begleiten sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr, von 14 bis 18 Uhr im Willy-Körner-Haus des Eigenbetriebs Leben & Wohnen die Bewohner zu Aktionen, wie Konzerten, Spielenachmittagen, Kaffeerunden und Gymnastik. Zusätzlich kümmern sie sich um das Caféstüble im Haus und um die Hauskatze Tom.

Sabine Bergmann-Dietz, Charlotte und Enrico Giacomini, BM WölfleELW-Chefin Sabine Bergmann-Dietz und Bürgermeister Werner Wölfle überreichten Charlotte und Enrico Giacomini die Ehrenmünze. Im Bild: Sabine Bergmann-Dietz, Charlotte und Enrico Giacomini, Bürgermeister Wölfle. Foto: Stadt Stuttgart/Kern
Simon Mischke und Gisela Notter sind beide im Spielplatzverein engagiert, der sich um den Aktivspielplatz "Krempoli" in Wangen kümmert. Gisela Notter hat dort über zwanzig Jahre für Kinder gekocht und viele zu späterer ehrenamtlicher Mitarbeit inspiriert. Von 1990 bis 2007 war die 74-Jährige Teil des Vereinsvorstands, zuletzt als Kassiererin.
Simon Mischke lernte den Aktivspielplatz als Besucherkind kennen. Seit zwei Jahren ist der 26-Jährigen Vorsitzender des Spielplatzvereins. Dazu ist er im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr und beim Handball aktiv und betreibt die Weinberge seines Großvaters in der Wangener Erzeugergemeinschaft - und das alles neben dem Studium.

Simon Mischke und Gisela NotterVorbildlich engagiert: Simon Mischke und Gisela Notter sind beide im Spielplatzverein aktiv. Foto: Franziska Kraufmann

Weilimdorf:

Marion Goß ist seit 2007 Geschäftsführerin und seit 2010 auch erste Vorsitzende des "Hauses der Begegnung Giebe", einer Begegnungsstätte für Menschen aller Genera­tionen und Nationen. Dort ­organisiert sie unter anderem Feste, Ausflüge und Infoveranstaltungen zu Gesundheits- und Inklusionsthemen.

Elisabeth Ortlepp gehört seit über fünfzig Jahren dem TSV Weilimdorf an. Sie engagiert sich als Übungsleiterin und Vorstand der Turnabteilung und als Schriftführerin im Vorstand des Gesamtvereins. Im Rahmen des Projekts "Gesund in Giebel" setzt sie sich für die Gesundheit älterer Menschen in Weilimdorf ein, etwa beim "Runden Tisch Gesundheit" und bei der "Bewegten Apotheke".

West:

Dragice und Ilja Lukic kümmern sich seit Eröffnung des Hauses Hasenberg 2012 jeden Freitag beim Kaffeenachmittag um die Gäste, bedienen und räumen ab. Auch bei den Festen helfen sie mit. Außerdem begleiten sie Pflegeheim-Bewohner regelmäßig zu den katholischen Wortgottesdiensten in der Kirche St. Elisabeth.
Sabine Bergmann-Dietz, Draguca und Ilja Lukic, BM WölfleDragica und Ilja Lukic bekamen die Auszeichnungen aus den Händen von Bürgermeister Werner Wölfle und ELW-Chefin Sabine Bergmann-Dietz. Im Bild: Sabine Bergmann-Dietz, Draguca und Ilja Lukic, Bürgemeister Werner Wölfle (v.l.n.r.). Foto: Stadt Stuttgart/Hörner

Offen für Vorschläge

Jeder Einwohner der Stadt Stuttgart hat die Möglichkeit einen Mitmenschen, der sich in hohem Maße ehrenamtlich engagiert, für die Ehrenmünze vorzuschlagen.

Pro Kalenderjahr können stadtweit bis zu 50 Ehrenmünzen verliehen werden. In jedem Stadtbezirk können jeweils drei Münzen vergeben werden. Die Anträge müssen an den Bezirksvorsteher des Stadt­bezirks gestellt werden, in dem der Ehrenamtliche tätig ist. Ausgezeichnet werden Stuttgarter, die sich für ihren Stadtbezirk, ein Projekt, Personen oder Personengruppen einsetzen.

Fragen rund um die Verleihung der Ehrenmünzen beantwortet die Stabsstelle "Förderung Bürgerschaft­liches Engagement" unter Telefon 216-57891 oder E-Mail buergerengagement@stuttgart.de.

Donnerstag, 09.11.2017