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Ausgezeichnet als "Vorbildliches Heimatmuseum": Stadtmuseum Bad Cannstatt ist ein Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs im Regierungsbezirk Stuttgart

Im Rahmen des Wettbewerbs "Vorbildliches Heimatmuseum" ist das Stadtmuseum Bad Cannstatt zusammen mit dem Ludwigsburg Museum und dem Museum im Storchen in Göppingen ausgewählt worden. Bei der Preisverleihung am 6. November in Ludwigsburg stellte der Leiter der "Museumsfamilie" im Stadtmuseum Stuttgart, Manfred Schmid, das prämierte Museum vor.
Ständige Ausstellung im Stadtmuseum Bad CannstattCannstatter Originale: Die ständige Ausstellung präsentiert rund 200 historische Exponate wie das Schild mit Elefant für die 'Pneumatische Förderanlage'. Foto: Stadtmuseum Bad Cannstatt
Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre vom Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart veranstaltet. Die Jury hatte die Preisträger aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt. Die Preise wurden mit jeweils 2000 Euro dotiert.

"Maßgebend für die Auszeichnung waren die leben­dige Darstellung und Besucherfreundlichkeit, das ehrenamtliche Engagement und insbesondere ein wissenschaftliches Konzept, das vor allem die wahrheitsgetreue Geschichtsvermittlung berücksichtigt", ­erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Paul Nemeth, bei der Preisverleihung.

Regierungspräsident Wolfgang Reimer betonte: "Ein Heimatmuseum benötigt ein ausgeklügeltes Konzept. Idealerweise wird dies ergänzt durch eine Vielzahl von Veranstaltungen und eine starke ehrenamtliche Beteiligung. Die Art und Weise, wie in ­Ihren Häusern Heimat ver­mittelt wird, kann als mustergültig bezeichnet werden."

Speziell beim Stadtmuseum Bad Cannstatt lobt der Arbeitskreis die Einrichtung in dem historischen Gebäude ("Klösterle") und die grundlegende Neugestaltung im vergangenen Jahr. "Etwa 200 ausgesuchte Exponate umfasst die ansprechend und auf der Höhe der Zeit präsentierte Dauerausstellung, die in 15 verschiedene Themenkreise gegliedert ist und sowohl der wechselvollen Stadtgeschichte wie der kulturellen Vielfalt der Stadt Rechnung trägt, ­indem beispielsweise unter dem Thema 'Heimatstadt' auch Flüchtlinge und Fremdarbeiter thematisiert werden", so die Jury, die ausführlich auf das Museumskonzept eingeht. "Auch die ehrenamtliche Beteiligung am Stadtmuseum Bad Cannstatt kann als vorbildlich bezeichnet werden", heißt es in der Beurteilung. Besonders hervorgehoben wird der Einsatz des Vereins Pro Alt-Cannstatt für das Museum.




Informationen
  • Auf Initiative von Cannstatter Bürgern wurde 1959 ein Heimatmuseum gegründet. Der Heimatforscher Erwin Hageloh und der Kunstmaler Hermann Metzger richteten in der Wilhelmstraße 7 eine erste Ausstellung ein.
  • 1988 zog sie in das Nebengebäude des "Klösterle" um, das auf Initiative von Pro-Alt Cannstatt e.V. erhalten und renoviert worden war. 1988 wurde es unter dem Namen "Stadtmuseum Bad Cannstatt" eröffnet.
  • Das Museum in der Marktstraße 71/1 ist mittwochs von 14 bis 16 Uhr, samstags 14 bis 17 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ausführliche Informa­tionen unter www.stadtmuseum-badcannstatt.de.
Donnerstag, 09.11.2017