Untersuchung geogener Arsengehalte der Sauerwasserablagerungen

In den Sauerwasserablagerungen von Stuttgart Bad-Cannstatt und Münster treten örtlich extrem hohe Arsengehalte (bis 5600 mg/kg) auf. In einem Forschungsprojekt im Jahre 1998 wurde aufgezeigt, dass hierbei jedoch weder pflanzenverfügbare, noch wasserlösliche Anteile nennenswert in Erscheinung treten und dass die Bindungsformen sehr stabil sind. Infolgedessen sind die hohen geogenen Arsengehalte der Sauerwasserablagerungen weniger problematisch einzustufen als es zunächst den Anschein hat. Ihre Exposition ist vielerorts gering. Sie sind gewöhnlich durch jüngere Schichten (Auelehm, Fließerden) überdeckt. Dort findet man kein oder wenig Arsen.

Unbeachtet dessen wird bei der Neuplanung von Kinderspielflächen immer geprüft, ob sie im Bereich bekannter Sauerwasserablagerungen liegen. Ist dies der Fall, werden vorsorglich Bodenuntersuchungen durchgeführt.


Verbreitung der Sauerwasserablagerungen im Stadtgebiet Stuttgart und Untersuchungsstandorte:

Karte Sauerwasserablagerungen im Stadtgebiet Stuttgart und UntersuchungsstandorteVergrößernKarte Sauerwasserablagerungen im Stadtgebiet Stuttgart und Untersuchungsstandorte. Grafik: Amt für UmweltschutzKarte Sauerwasserablagerungen im Stadtgebiet Stuttgart und Untersuchungsstandorte. Grafik: Amt für Umweltschutz

Arsengesamtgehalte in Sauerwasserablagerungen sowie darüber anstehenden Böden:

Diagramm Arsengesamtgehalte in Sauerwasserablagerungen (Großansicht)VergrößernDiagramm Arsengesamtgehalte in Sauerwasserablagerungen. Grafik: Amt für UmweltschutzDiagramm Arsengesamtgehalte in Sauerwasserablagerungen. Grafik: Amt für Umweltschutz

 
 

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