Gustav-Siegle-Haus: 1970 bis 1993

Pop- und Rock-Konzerte

Ab Anfang der Siebziger Jahre wurden im Gustav-Siegle-Haus Pop- und Rock-Konzerte veranstaltet. Die Liederhalle war für Auftritte der meisten Bands zu teuer und Veranstaltungsorte wie die Theaterhaus, das Maxim oder das LKA Longhorn gab es noch nicht.

Die Palette der auftretenden Künstlern reichte von "Krautrock" bis Punk. Unter anderem sind im Gustav-Siegle-Hau Guru Guru, Can, Wallenstein, Camel, Curved Air, Fairport Convention und Gentle Giant
aufgetreten.

Auch Chris de Burgh, die Scorpions, Billy Joel, Barclay James Harvest, Eric Burdon, Ten Years Later, AC/DC oder Billy Joel spielten im Gustav-Siegle-Haus.

Bei AC/DC handelte es sich um eines ihrer ersten Deutschland-Konzerte und sie waren damals noch weitgehend unbekannt - das Konzert war bei einem Eintrittspreis von 10 DM nicht einmal ausverkauft.

ACDC Konzert 1977Vergrößern
ACDC Konzert 1977. Foto: Hans-Peter Haag, Music Circus
Guru Guru Konzert 1977Vergrößern
Guru Guru Konzert 1977. Foto: Music Circus

Erneuerung und Sanierung

In den Jahren 1975 bis 1983 wurden das Gustav-Siegle-Haus in Teilen saniert - bauliche Mängel wurden beseitigt und veraltete und unzureichende technische Anlagen und Einrichtungen ersetzt beziehungsweise verbessert. Insgesamt ca 3,6 Mio. DM sind für diese Renovierungsmaßnahmen im Haushaltsplan veranschlagt worden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählte die Sanierung der Elektronik, die Renovierung der Räume und die Erneuerung der Fassade. Auch der Eingangsbereich und die Foyers wurden neu gestaltet.

Im Erdgeschoss stand nun ein Studioraum von 116 Quadratmeter für den Verein der Freunde des Puppenspiels zur Verfügung und der Zentrale der Stuttgarter Musikschule eine Nutzfläche von 570 Quadratmeter.

Letztlich waren die technischen Anlagen nicht mehr zeitgemäß und das Fehlen eines Aufzuges für den Transport des Equipments machte Auftritte größerer Bands unmöglich. Außerdem wurde festgestellt, dass die abgehängte Decke nicht geschraubt war, sondern lediglich genagelt. Da die verwendeten Nägel bereits rosteten, waren weitere Veranstaltungen im Großen Saal vorerst nicht möglich.

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Das Gustav-Siegle-Haus 1972. Foto: Stadtarchiv

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