Breuninger baut das 'Dorotheen Quartier'

Seit 2007 plant das Stuttgarter Fashion- und Lifestyle-Unternehmen die Neugestaltung des Viertels am Karlsplatz in unmittelbarer Nähe des Breuninger Stammhauses. Mit wertigem Einzelhandel, Gastronomie, Wohnungen und Büros soll das "Dorotheen Quartier" den Bereich zwischen Marktplatz und Schlossplatz stärken.

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Das gesamte Viertel gewinnt durch den urbanen Nutzungsmix und die Baukörper, die sich in ihrer Größe sowie mit ihrer fünften Fassade behutsam in das historisch bedeutsame Umfeld einfügen. Somit bietet der geplante Neubau eine große städtebauliche Chance für Stuttgarts Mitte.

"Das Dorotheen Quartier wird ein neuer Fixpunkt mitten in der Landeshauptstadt. Es geht bei diesem Projekt nicht einfach nur darum, drei neue Gebäude zu bauen, sondern ein lebendiges, attraktives Quartier zu entwickeln. Ein neuer Treffpunkt in der Stadtmitte mit hoher Aufenthaltsqualität wird entstehen", so Willy Oergel, Vorsitzender der Breuninger Unternehmensleitung.

Bauherr Breuninger setzt das Projekt gemeinsam mit den renommierten Stuttgarter Behnisch Architekten um.
Sie gingen als Sieger aus dem 2010 einberufenen Architektenwettbewerb hervor.

Seitdem wurde der damalige Entwurf in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung kontinuierlich überarbeitet. Im Sommer 2013 gab es schließlich grünes Licht für das Großprojekt, in welches das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen mehr als 200 Millionen Euro investiert.

Zum Projekt

Der Stuttgarter Architekt Stefan Behnisch hat einen zukunftsorientierten Entwurf gestaltet, der die Sporerstraße mit dem Platz vor der Markthalle verbindet.

Seit dem internationalen Architektenwettbewerb im März 2010 wurde das Projekt kontinuierlich weiterentwickelt. Die Planer haben die oberirdische Geschossfläche von 49.000 Quadratmetern auf rund 38.000 Quadratmeter reduziert und das Hotel Silber, die ehemalige Gestapozentrale, ist seit 2012 kein Teil des Projekts mehr.

Das Architektur-Ensemble besteht aus drei einzelnen Gebäudeblöcken. Die topografisch bewegte Dachlandschaft als fünfte Fassade wird zu einem markanten Orientierungspunkt der Stadt werden. Die Bebauung sieht in der Regel sechs bis neun Geschosse und eine maximale Traufhöhe von rund 21 Metern vor.
Breuninger selbst wird im Dorotheen Quartier keine Flächen nutzen.

Für das neue Viertel ist eine Mischung aus ansprechenden Geschäften, gemütlichen Cafés, ausgesuchten Restaurants, innovativen Bars und kreativen Lounges angedacht, ebenso wie wertige Büros und Wohnungen. Außerdem sind rund 350 Tiefgaragen-Parkplätze vorgesehen.

Projektdaten
Baubeginn: Sommer 2014
Bauende/Eröffnung: voraussichtlich April 2017

Erinnerung an Dorotheenplatz

Mit dem geplanten Dorotheen Quartier erhält die Stadt zwischen Alten Schloss, Rathaus und Markthalle ein zentrales Viertel zurück, das ihr die Geschichte entrissen hatte: Der Name erinnert an den ehemaligen Dorotheenplatz.

Die Dorotheenstraße wurde 1811 nach Herzogin Friederike Dorothea Sophie von Württemberg, geborene Prinzessin von Brandenburg-Schwedt (1736-1798) benannt. Sie war die Gattin von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg, der von 1795 bis 1797 regierte, und die Mutter des ersten Königs von Württemberg, Friedrich I. Außerdem stellt die Unterteilung des Dorotheen Quartiers in drei Gebäude die historische Lage der Karlstraße wieder her, wie sie in einem Stadtgrundriss von 1914 erkennbar war.

 
 

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