Gedichte von Sevede Nur Kaya (3. Preis beim Jugend-Lyrikpreis 2012)

Wir sind eins

Ich verstehe die Welt nicht,
wir suchen doch alle das gleiche Licht.

Durch uns fließt das gleiche Blut,
Niemand sagt was, Niemand hat den Mut.

Ist es das, wovor ihr Angst habt, vor Schwarz und Weiß,
wir halten doch alle die Hände, im gleichen Kreis.

Wenn jemand  von uns geht und es entsteht eine Lücke,
dann schließen wir sie schnell, es entsteht eine kleine Brücke.

Über diese Brücke kann jeder laufen, sie zerbricht nie,
es soll Frieden geben, das bete ich zu Gott auf meinem Knie.

Ob christlich, muslimisch, jüdisch, arm oder reich,
wir treffen uns alle gemeinsam im Paradies in Adams Teich.

Was ist wenn Martin Luther King weiß oder Martin Luther Schwart wäre,
das ist doch egal, wir fahren all zum gleichen Gott mit der Fähre.

Schenkt mir eure Aufmerksamkeit, hört mir zu,
wir können das alles überwinden - im nu!

Schmeißt eure Vorurteile fort, überwindet den Rassismus,
haltet euch fern vom Narzissmus!

Ich hoffe ihr habt nun Mut mitzureden,
und dass ihr euch entschieden habt, für den Seelenfrieden!

Ich komme zu dir

Ich laufe diesen steilen Weg hoch, mit Mühe.
Ich bin überzeugt, dass ich es erreichen kann.
Ich spüre, wie ich vor Anstrengung glühe.
Ich werde mein Ziel erreichen - aber wann?

Desto höher ich laufe, desto wärmer wird mir,
die Wärme verrät mir, dass ich zu dir komme,
wohin ich immer gehe, alles führt zu dir,
nun glühe ich schon wie eine Flamme.

Langsam sehe ich eine Gestalt,
ich bin mir nicht sicher wer es ist,
mich überkommt ein Schauer, es wird eiskalt.
Mir wird wieder warm, ich bin mir sicher, dass du es bist.

Ich renne so schnell ich kann in deine Arme,
mein Herzschlag wird immer schneller.
Unsere starke Liebe zerbricht alle Türme.
Unsere Liebe kann nicht mal er beschreiben - Friedrich Schiller.