Der vierte Soziale Markplatz brachte Wirtschaft und Soziales zueinander

Bunt und lebhaft ging es am 18. Juli im Rathaus zu. Da waren Personen in Mönchskutten und mit schwarzen Zylindern zu sehen. Ein Vierbeiner trug die Aufschrift "Therapiehund" und eine große pinkfarbene Giraffe zierte einen der individuell gestalteten Stände.

Beim vierten "Sozialen Marktplatz", zu dem die Stadt Stuttgart zusammen mit der Deutschen Bank AG, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der mehrwert - Agentur für soziales Lernen gGmbH eingeladen hatte, lernten sich zahlreiche Akteure aus Wirtschaft und gemeinnützigen sozialen oder kulturellen Institutionen kennen.

Gemeinsame Projekte von Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützigen Organisationen

24 Wirtschaftsunternehmen und 34 gemeinnützige Organisationen waren gekommen, um mit geeigneten Partnern gegenseitige Vereinbarungen oder gemeinsame Projekte abzuschließen. Von dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit profitieren beide Seiten. Hier treffen Fachwissen und Sponsorentum auf persönliche und berufliche Bereicherungen im Sozialbereich.

Mit vielfältigen Verkleidungen und bunten Dekorationen ihrer Stände machten die Vertreter der gemeinnützigen Organisationen auf ihre Anliegen aufmerksam und versuchten die anwesenden Wirtschaftsvertreter davon zu überzeugen. So
knüpften etwa die mit Mönchskutten verkleideten Gundula Briem und Susanne Omiecienski von der Organisation Don-Bosco-Haus Kontakte für chancenlose Jugendliche, um ihnen eine geregelte Arbeit und ein normales Leben zu ermöglichen. Praktika und Schnupperkurse bei der Bäko Region Stuttgart e.G. sowie ein Knigge-Kurs waren der Lohn der Mühe. Im Gegenzug gibt es Vorträge über die Arbeit mit jungen wohnungslosen Erwachsenen.

Sabine Windisch von der Südwerk-Stiftung ging es hauptsächlich um die Ausbildung und den Unterhalt von drei afrikanischen Hilfskrankenschwestern, die voraussichtlich in Kenia eingesetzt werden sollen. Hier läuft eine Spendenaktion bis Ende Juli. Dazu bekam sie aktuell die Zusage über einen Laptop und einen PC und revanchiert sich ebenfalls mit Vorträgen.

Matthias Siebenlist von der Geschäftsleitung der Deutschen Bank Stuttgart und seine Mitarbeiter waren als Gesprächspartner sehr begehrt. Mit 18 Abschlüssen - von der Organisation von Ausflügen und Festen bis zur Lieferung von Büromaterial - war die Bank Spitzenreiter unter den Wirtschaftsunternehmen. Dabei sah sich Siebenlist jedoch nicht nur als Sponsor, sondern betonte den Erfahrungsnutzen und die soziale Verwurzelung für Mitwirkende und Unternehmen. Die Bank hatte bereits im Vorfeld die Vorbereitung für die ganze Veranstaltung finanziert.  

Auch 2013 soll es wieder einen sozialen Marktplatz geben

Das positive Ergebnis der Veranstaltung ist auch den erfahrenen Moderatoren zu verdanken, die immer behilflich waren, geeignete Partner zu finden, Abschlüsse herbeizuführen oder diese in einem Vertrag zu fassen. Reinhold Halder von der städtischen Stabsstelle Förderung des bürgerschaftlichen Engagements plant auch 2013 wieder einen Sozialen Marktplatz.

 
 
 

 

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