Bundesprogramme

Auf Bundesebene erfolgt die ESF Förderung über verschiedene Programmschwerpunkte. Die Landeshauptstadt Stuttgart beteiligt sich am Programmschwerpunkt "Beschäftigung, soziale Integration" speziell im Bereich der Sprachförderung von Migrantinnen und Migranten, am Programm XENOS, sowie am Kommunalen Beschäftigungsprogramm zur Verbesserung der Nahversorgung in den Stadtbezirken.

Berufsbezogene Sprachförderung für Personen mit Migrationshintergrund

Die berufliche Eingliederung von Migrantinnen und Migranten soll durch beschäftigungsbezogene Sprachkurse verbessert werden, die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) koordiniert werden. Alle Menschen mit Migrationshintergrund, die einer solchen Unterstützung bedürfen, sind anspruchberechtigt.

Unter der Koordination der Arbeitsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart hat sich in der aktuellen Förderperiode das Trägernetzwerk "Sprache und Beruf", bestehend aus Stuttgarter Sozialunternehmen und Bildungsträgern zusammengeschlossen. Seit Beginn der Förderung in 2009 konnten in Stuttgart ca. 500 Personen pro Jahr an den Qualifizierungskursen teilnehmen. Somit ist Stuttgart bundesweit das Fördergebiet mit höchster Kurs- und Teilnehmerzahl.

Ziel des Netzwerkes ist es, für Menschen mit Migrationshintergrund berufliche Orientierung und Integration in den Arbeitsmarkt anzubieten.

Dies erfolgt durch:

  • Förderung von Sprache, Qualifizierung und Arbeit
  • Förderung spezifischer Zielgruppen bei der Berufswahlorientierung, beim Erwerb von Abschlüssen und Qualifizierungszertifikaten, beim Erwerb beruflicher Schlüsselqualifikationen und bei der Entwicklung von Berufsperspektiven.
Weiterhin strebt das Netzwerk an, für Menschen mit Migrationshintergrund eine soziale Nachhaltigkeit zu schaffen. Faktoren sind die Stabilisierung, die Berücksichtigung der Ressourcen und Lebensbiografien sowie die soziale und gesellschaftliche Integration.

Partner im Netzwerk:
  • Caritas Verband für Stuttgart e.V.
  • Deutsche Angestellten Akademie (DAA)
  • Evangelische Gesellschaft Stuttgart
  • FrauenBerufsZentrum
  • Frauenunternehmen ZORA gGmbH
  • Gemeinnützige Gesellschaft für Schulung und berufliche Reintegration mbH (SBR)
  • Gesellschaft für Jugendsozialarbeit und Bildungsförderung (GJB)
  • Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH Stuttgart
  • Volkshochschule Stuttgart
Folgende Kurse werden angeboten:
  • Grundlagenkurse in Voll- und Teilzeit
  • Fortgeschrittenenkurse in Voll- und Teilzeit
  • Grundlagenkurse für Frauen
  • Fortgeschrittenenkurse für Frauen
  • Jugendkurse
  • Kurs Arbeit und Sprache
Informationen zu Deutschkursangeboten
Deutschkurse für Flüchtlinge (PDF)

Das Netzwerk entwickelt kontinuierlich Kurse für neue Zielgruppen und arbeitet mit neuen Kooperationspartnern zusammen: 
  • Kurse für medizinische Berufe
  • Kurse für Personal im Gebäudereinigungsservice
  • Beschäftigtenkurse
Kontakt: esfbamf.stuttgart@daa.de

ESF Logo

XENOS Integration und Vielfalt

Das Programm "XENOS - Integration und Vielfalt" fördert Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung in den Bereichen Betrieb, Verwaltung, Ausbildung, Schule und Qualifizierung. Im Fokus stehen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene, deren Zugang zu Schule, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen erschwert ist.

In Stuttgart wurde im Rahmen von Xenos das Projekt "Young Migrant Talents" etabliert. Die Zielgruppe sind begabte Jugendliche mit Migrationshintergrund an allgemein bildenden Schulen und Berufsschulen in Stuttgart. Sie gilt es individuell  zu fördern, um einen gelungenen Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen.

Die Projektteilnehmerinnnen und -teilnehmer besuchen Seminare und anspruchvolle Bildungsveranstaltungen, nehmen an Firmen-besichtigungen teil, erhalten Einzelcoachings und werden von Bildungslotsen begleitet.

Die Arbeitsförderung hat das Projekt kofinanziert.

Kontakt:
rapp@young-migrant-talents.org
www.young-migrant-talents.org

Kommunales Beschäftigungsprogramm zur Verbesserung der Nahversorgung in den Stadtbezirken

Zur Verbesserung der Nahversorgung in den Stadtbezirken hat der Gemeinderat das kommunale Beschäftigungsprogramm in seiner Sitzung am 29. Juli beschlossen. Im Rahmen des Programms erhalten gemeinnützige Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels für die Beschäftigung von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen Lohnkostenzuschüsse.

Damit soll es für die Sozialunternehmen attraktiver werden, in Gebieten mit unzureichender oder fehlender Nahversorgung ein entsprechendes Angebot zu schaffen. Gleichzeitig soll ein spürbarer Anreiz geboten werden, langzeitarbeitslose Hilfeempfänger des Jobcenters für den Beruf des Verkäufers zu motivieren und diese fachlich soweit zu qualifizieren, dass ein Übergang in ein nachhaltiges ungefördertes Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis des ersten Arbeitsmarkts gelingt. Das Projekt soll insbesondere in den zwölf Bezirken umgesetzt werden,  welche in dem von der Landeshauptstadt Stuttgart beauftragten Nahversorgungsgutachten "Nahversorgung konkret" als vorrangig definiert werden. Zu den prioritären Handlungsräumen gehören u.a. der Burgholzhof in Bad Cannsatt, Lemberg-Föhrich in Feuerbach sowie die Rohrer Höhe in Vaihingen. Start ist am 1. September 2015.

Es können bis zu 20 Arbeitsplätze gleichzeitig gefördert werden.

Für die Lohnkostenzuschüsse hat der Gemeinderat bis zum Jahr 2019 insgesamt 480 000 Euro bewilligt. Außerdem haben die Stadträtinnen und Stadträte 225 000 Euro für die bei Übertritt in den ersten Arbeitsmarkt gezahlte kommunale Eingliederungsprämie, bereitgestellt.

Das kommunale Beschäftigungsprogramm knüpft unmittelbar am ESF Bundesprogramm (Europäischer Sozialfonds für Deutschland) für Langzeitarbeitslose an. Durch die Verknüpfung beider Programme steht insgesamt ein Fördervolumen von bis zu 1,4 Mio Euro zur Verfügung. Zudem übernimmt Landeshauptstadt für gemeinnützige Unternehmen, die in Gebieten mit unzureichender Nahversorgung ein neues stationäres Einzelhandelsangebot schaffen, eine Ausfallbürgschaft zur Absicherung der notwendigen Kredite. (Nähere Informationen in den Förderrichtlinien)  

Die zugehörigen Formulare zur Antragsstellung können hier online ausgefüllt werden:
Ansprechpartner: Herr Christian Ammon

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