Krematorium

Wilhelm Scholter, Professor an der Königlichen Baugewerkschule in Stuttgart, entwarf das im Jugendstil errichtete Krematorium mitsamt Kolumbarium (Aufbewahrungsort für Urnen) auf dem Pragfriedhof, das am 6. April 1907 seinen Betrieb aufnahm.

Drei hochmoderne Etagenöfen stehen für die Einäscherung der Verstorbenen zur Verfügung. In 60 bis 90 Minuten werden Leichnam und Sarg vollständig verbrannt. Nach dem Abkühlen werden die Reste in die Urne gefüllt.

Ein Sicherheitssystem schließt Verwechslungen aus: Die Särge sindmit den Namen der Verstorbenen versehen, dazu liefern dieBestatter die notwendigen Einlieferungspapiere mit den persönlichenDaten. Nach einer amtsärztlichen Untersuchung im Krematoriumwird dem Verstorbenen eine Einäscherungsnummerzugeteilt. Diese persönliche Nummer wird nicht nur in das Einäscherungsverzeichniseingetragen, sondern ist auch auf einem feuerfestenSchamottstein eingeprägt. Dieser Stein wird dem Sarg vorder Einäscherung beigegeben und verbleibt anschließend auch inder Urne, so dass auch viele Jahre später die Identität der eingeäschertenPerson noch festgestellt werden kann.

Seit 2008 können Angehörige auf besonderen Wunsch bei derEinäscherung eines verstorbenen Angehörigen anwesend sein.Zwei Feierhallen ermöglichen würdevolle Trauerfeiern. Ein zusätzlicherBegegnungsraum kann für Gespräche zwischen denAngehörigen genutzt werden.

Führungen

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt bietet jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat und nach Vereinbarung Führungen durch das Krematorium an. Die Mindestteilnehmeranzahl beträgt sieben Personen. Anmeldung sind möglich unter: