Besser zu Fuß unterwegs in Stuttgart

Obwohl über ein Viertel aller täglichen Wege in Stuttgart zu Fuß zurückgelegt werden, wird der Fußverkehr in seiner ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedeutung sowie in seinem Einfluss auf die Lebensqualität in der Stadt  immer noch unterschätzt.

Zu Fuß gehen ist gesund, kostenlos und vor allem umweltfreundlich. Durch bessere Bedingungen, sich in der Stadt zu Fuß zu bewegen und dort zu verweilen, soll sowohl nachhaltige Mobilität gefördert als auch die Lebensqualität der Bürger gesteigert werden.

Das Projekt "Besser zu Fuß unterwegs in Stuttgart" war Teil der Fördermaßnahme "ZukunftsWerkStadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Es bot der Landeshauptstadt Stuttgart gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik der Universität Stuttgart die Chance, das Thema Fußverkehr stärker in Politik, Verwaltung und Gesellschaft zu verankern.

Im Rahmen des Projekts wurden  Fußgängeraktionstage und Begehungen in drei Stadtteilen durchgeführt. Wie die Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart das Zu Fuß gehen beurteilen und welche Erwartungen und Wünsche sie haben, wurde in einer Zukunftswerkstatt und mit einer Umfrage ermittelt.

Fußgängerüberweg am Hauptbahnhof 2015Der Fußgängerüberweg verbindet Stuttgarts Hauptbahnhof ebenerdig mit der Königstraße. Foto: Nicolaus Welker/Stadt Stuttgart

Das inzwischen vom Gemeinderat verabschiedete Verkehrsentwicklungskonzept 2030 und der "Aktionsplan nachhaltig mobil in Stuttgart" greifen die Ergebnisse des Projekts auf und beschreiben Leitlinien und Maßnahmen zum Fußverkehr. Dazu gehören z.B. eine Verbesserung der Überquerungsmöglichkeiten von großen Straßen, der barrierefreie Zugang zu Haltestellen, die Instandhaltung der Stäffele und die Vorbereitung eines Investitionsprogramms Fußverkehr. Ein gelungenes Beispiel für bereits umgesetzte Maßnahmen ist der neue Übergang von der Königstrasse zum Hauptbahnhof mit "grüner Welle" für Fußgänger über sieben Fahrspuren.


 
 

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