FSJ-Einsatzstelle Kommunale Kriminalprävention

Seit 1997 gibt es die Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft, die auf einem Drei-Säulen Modell steht: Stadt, Polizei und Bürgerschaft haben sich zu einem effizienten Netzwerk zusammengeschlossen, um durch kriminalpräventive Maßnahmen das Ausmaß der Kriminalität zu vermindern und das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu verbessern. Diese lassen sich dank der engen Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichem Engagement schnell realisieren. Denn Sicherheit geht alle an und ist deshalb eine gemeinsame Aufgabe. Da dieses Konzept so erfolgreich arbeitet, zählt Stuttgart nach wie vor zu den sichersten Großstädten in Deutschland. Nach der letzten städtischen Bürgerumfrage fühlt sich die weit überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in ihrem jeweiligen Wohngebiet sehr sicher beziehungsweise sicher. Für die Koordination der Sicherheitspartnerschaft in der Landeshauptstadt ist die Stabstelle Kommunale Kriminalprävention verantwortlich. Stabsstellenleiter und Ansprechpartner ist Gunter Schmidt, der als Polizeibeamter vom Polizeipräsidium Stuttgart zur Stadt Stuttgart abgeordnet ist und seit 2013 diese Position innehat.

Aufgaben

Im Rahmen der Kommunalen Kriminalprävention (KKP) wird auf Fehlentwicklungen frühzeitig, konsequent und ursachenorientiert in einem breit angelegten Ansatz vor Ort reagiert. Ziel der KKP ist es, die Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger sowie der Behörden und Institutionen in einem Netzwerk für mehr Sicherheit zu bündeln.  

 

Zentrale Aufgabe der/des Freiwilligen ist die Kommunikation mit Projektpartnern oder Akteuren der Sicherheitspartnerschaft. Im Zusammenwirken mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen, Vereinen, Institutionen, Behörden und der Polizei ist ein ständiger Austausch, Abstimmungs- und Abklärungsprozess notwendig.

 
Bestimmte Themen werden in verschiedenen Arbeitskreisen behandelt.

  • Drogen- und Suchtprävention
  • Prävention von Kinder- und Jugenddelinquenz
  • Kriminalitätshemmende Städteplanung und Baugestaltung
  • Prävention verschiedener Formen der Gewaltkriminalität
  • Verbesserung der Situation im Zusammenhang mit der Prostitution
  • Arbeitskreis zwischen der Verwaltung und Betreibern von Gaststätten der Innenstadt
Die Federführung bestimmter Fachkreise obliegt der KKP. Hierfür müssen Besprechungstermine abgefragt, Räume reserviert, Einladungen und Tagesordnungen erstellt, Teilnehmerlisten gedruckt werden. Die Ergebnisse der Besprechungen werden protokolliert. Die/der Freiwillige organisiert diese Abläufe und Verfahren selbständig und eigeninitiativ.

Die Kriminalprävention ist äußerst vielseitig und umfangreich. Wichtig ist es, Informationen auf die wesentlichen Inhalte zu komprimieren und lesbar zusammenzustellen. Hierbei müssen Studien ausgewertet und Sachverhalte recherchiert werden.
Neue kriminalpräventive Projekte müssen in eine "Informationsdatenbank Präventionsprojekte", die beim Innenministerium geführt wird, eingegeben werden.
Im Interesse einer ökonomischen Verwendung öffentlicher Mittel ist eine Evaluation der KKP-Aktivität unerlässlich.

Projektbezogene Aufgaben

  • Präventionsbericht  
Eine wichtige Aufgabe der Freiwilligen ist die journalistische und redaktionelle Mitarbeit bei der Erstellung des jährlich erscheinenden Präventionsberichtes der Sicherheitspartnerschaft. Darin werden aus der Vielzahl des städtischen, polizeilichen und bürgerschaftlichen Engagements, einige ausgewählte Projekte vorgestellt.

  • EFUS/DEFUS
Das Arbeitsfeld der Stabstelle und damit das der Freiwilligen beschränkt sich nicht auf die kommunale Ebene. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist seit Juli 2008 als erste deutsche Kommune, Mitglied im Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (EFUS). Die Koordination dieser Mitgliedschaft auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene erweitert das Aufgabenspektrum der Einsatzstelle um eine internationale Komponente.
Im Rahmen dieser Netzwerkarbeit müssen englische Texte ins Deutsche übersetzt werden.
Neben diesem europäischen Forum existiert auf nationaler Ebene ein Deutsch-Europäisches Forum für Urbane Sicherheit e.V. (DEFUS). In diesem Netzwerk sind nur deutsche Städte Mitglied. Vorsitzender dieses Vereins ist Herr Bürgermeister Dr. Schairer.

  • Präventionspreis  
Neben dem Präventionsbericht wird alle zwei Jahre der Präventionspreis von der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft verliehen. Die/der Freiwillige wirkt in diesem Projekt mit, indem sie/er  Ausschreibung entwirft, Bewerbungen auswertet, Bewertungsordner für Juroren erstellt, Einladungskarten und -schreiben fertigt und vieles mehr organisiert. Am Tag der Veranstaltung ist man Ansprechpartner, Organisator und Gast zugleich. Zu den Aufgaben zählen auch Sitzkarten für Ehrengäste, Trophäen und Urkunden mit zu entwickeln.

Anforderungen

  • Selbstständige Arbeitsweise, Eigeninitiative,
  • Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Einsatzfreude
  • Belastbarkeit und Verlässlichkeit
  • Kenntnis von Office-Anwendungsprogrammen wie MS Word, MS Excel, MS Powerpoint.
  • Organisationstalent, logisches und analytisches Denkvermögen
  • Fremdsprachenkenntnis (englisch)

So bewerben Sie sich

Für das Bewerbungsverfahren und die Durchführung des FSJ ist der Internationale Bund e.V. als Träger zuständig. Dort können Sie sich direkt für das FSJ bewerben.

Den Bewerbungsbogen, sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.ib-freiwilligendienste.de

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: IB Internationaler Bund - Freiwilligendienste